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Kochen & Backen

Kinder für den Haushalt begeistern: Tipps für gemeinsame Aktivitäten im Haushalt

Kinder für den Haushalt begeistern: Tipps für gemeinsame Aktivitäten im Haushalt

Wie kann man kleine und größere Kinder dazu animieren, im Haushalt mitzuhelfen? Wir geben Tipps und zeigen wie gemeinsame Aktivitäten im Haushalt mit Kindern (allen) Spaß machen kann.

„Kinder in die Hausarbeit miteinbeziehen“ –  bei dieser Aussage hat bestimmt jeder ein anderes Bild vor Augen. Bei einigen entsteht vielleicht ein harmonisches Familienbild wie dieses: Während die Mutter kocht, hängt die 10-jährige Tochter die Wäsche auf und der 5-jährige sortiert schon die nächste Ladung nach Farben. Im Idealfall räumt währenddessen gerade der Vater den Geschirrspüler ein (ohne der Mutter beim Kochen im Weg zu stehen).

Möglicherweise entsteht bei einigen aber ein etwas anderes Bild: Im Bad findet sich nach der Mithilfe der Kinder eine ausgeräumte Schmutzwäschetonne, daneben ein kleines Häufchen sortierter Wäsche – der Rest davon am Boden verteilt. Der Wäscheständer ist überladen und die Kleidungsstücke darauf rufen schon jetzt: „Bitte bügle mich“. Im besten Fall muss aber zumindest nicht das Geschirr in der Spülmaschine neu (besser!) sortiert werden.

Warum Kinder bei der Hausarbeit mithelfen möchten

Je nach Alter kommt bei jedem Kind irgendwann die Phase, wo es im Haushalt mithelfen möchte. Dass dies je nach Kindesalter für die Eltern unterschiedlich nützlich sein wird, ist klar. So wird das Einräumen der Waschmaschine durch eine 1-jährige vermutlich wenig mit „Entlastung“ zu tun haben. Hingegen kann das Beladen des Geschirrspülers durch ältere Kinder durchaus zu einer Erleichterung für die Erwachsenen und besseren Verteilung der Aufgaben in der Familie beitragen. Das Einbeziehen von Kindern in den Haushalt kann Kinder sehr motivieren und schenkt ihnen Selbstvertrauen, wenn Sie sehen, dass auch sie schon kleine Aufgaben erledigen können. Die meisten Kinder beginnen schon früh, die Eltern nachzuahmen und freuen sich über gemeinsame Aktivitäten im Haushalt. Es braucht meist keine Motivation mitzuhelfen, sondern die Möglichkeit dies auch zu tun. Möglicherweise gibt es im jugendlichen Alter dann einzelne Ausnahmen – aber vermutlich werden auch hier jene Kids am motiviertesten sein, die schon als kleineres Kind in die Hausarbeit integriert wurden und gelernt haben, dass diese nicht nur „Mama´s Job“ ist.

„Der Weg ist das Ziel“ lautet hier das Motto. Es ist also nicht immer wichtig, dass es schneller geht mit Kindern oder sie uns Erwachsenen etwas „abnehmen“. Es geht um die gemeinsame Zeit und um die Freude. Und wenn am Ende dadurch die eine oder andere Aufgabe erledigt ist, ist das natürlich eine tolle Sache. Und nein, es passt natürlich nicht immer – manchmal ist nicht der richtige Zeitpunkt für gemeinsames Gemüse schneiden oder Aufräum-Wettbewerbe. Nicht alle Eltern gehen in gemeinsamen Rollenspielen oder stundenlangem Turmbauen auf und suchen neue Ideen – gerade für diese bieten sich gemeinsame Aufgaben, ganz nah am Alltag, an. Am wichtigsten ist es, dass es allen Beteiligten Freude macht. Bei Kindern kann diese Dauer variieren, je nach Kind ist zwischen wenigen Minuten bis mehrere Stunden alles möglich.

Im Folgenden haben wir ein paar Tipps für eine spielerische Herangehensweise an die verschiedenen Tätigkeiten Haushalt gesammelt.

Waschmaschinen-TV und Socken-Memory

Das Befüllen und Einschalten der Waschmaschine kann für Kinder leicht spielerisch aufbereitet werden. Zuerst werden alle Socken zusammengesucht. Wer schneller ein zusammenpassendes Paar findet, hat gewonnen. Sind alle Socken gefunden, geht’s ans Wäsche sortieren.

 

Ein Stapel mit hellen Farben, einer mit dunklen usw. Es sind simple Aufgaben, die auch schon sehr kleine Kinder gut bewältigen können. Danach wird Beladen. Ist die Wäsche in der Trommel, kommt auch schon das Highlight: den Startknopf betätigen (Tipp: bitte jetzt nicht den Fehler machen und diesen selbst drücken!).

Danach lässt es sich herrlich gemeinsam beobachten, wie die Waschmaschine Wasser in die Trommel pumpt und sich zu drehen beginnt.

Für eine volle Spülmaschinen Ladung: Geschirr-Jäger auf der Suche

Wer findet auch den letzten in der Küche herumstehenden, schmutzigen Teller? Möglichweise versteckt sich auch noch im Kinderzimmer ein benutzter Trinkbecher? Ist alles zusammengesucht werden erstmal etwaige Essensreste im Mistkübel entsorgt. Nebenbei lässt sich einfach erklären, dass dies wichtig ist, damit das Sieb des Geschirrspülers nicht verschmutzt wird und die Reinigung des Geräts einfach macht. Tipps zur richtigen Geschirrspüler Reinigung gibt es hier.

Und jetzt: Wer weiß, welches Geschirr an welcher Stelle seinen richtigen Platz hat? Empfindliches und feines Geschirr wie Gläser, Becher, Schüsseln und kleine Behälter kommen am besten in den obersten Korb. Im unteren Bereich ist mehr Platz vorhanden für großes Geschirr wie Pfannen oder Töpfe. Außerdem herrschen unten höhere Temperaturen, weshalb es sich für empfindliches Material weniger eignet. Ist alles eingeräumt, kann schon eingeschalten werden. Für Kinder ist es immer interessant, was die verschiedenen Knöpfe bedeuten. Was die unterschiedlichen Programme voneinander unterscheidet, verstehen auch Kinder leicht. So kann schon früh ein Bewusstsein für Energieeffizienz geschaffen werden, indem erklärt wird, dass beispielsweise das ECO Programm am wenigsten Strom und Wasser verbraucht. Weitere Energiespartipps finden sich hier.

Kühlschrank richtig einräumen: Wo hat es der Salat am besten? Und wo die Milch?

Ein gemeinsamer Einkauf ist für die meisten Kinder ein schönes Erlebnis. Schon währenddessen kann man viel über gesunde Ernährung, richtige Auswahl der Lebensmittel, Regionalität und Nachhaltigkeit besprechen. Wer weiß, welche Lebensmittel für den geplanten Auflauf benötigt werden? Kinder lieben es, auch hier schon eingebunden zu werden. Zuhause wird dann der Einkauf aufgeräumt. Auch diese Aufgabe meistern Kinder mit links.

Da jedes Lebensmittel andere Temperaturen benötigt, gibt es verschiedene Zonen im Kühlschrank, in denen diese gelagert werden sollten. Umso besser die Lebensmittel gelagert werden, desto länger halten sie. Einmal kurz erklärt, dass Fleisch, Wurst und Milchprodukte am besten im Trockenfach und Obst und Gemüse mit hohem Feuchtigkeitsgehalt im Feuchtefach in der Null Grad Zone (alternativ im normalen Gemüsefach) gelagert werden – und schon ist der Einkauf beim nächsten Mal richtig eingeräumt.

Kleine Köche ganz groß: gemeinsames Kochen und Backen

Es ist für viele Kinder wahrscheinlich das Highlight unter den Tätigkeiten im Haushalt: das gemeinsame Kochen und Backen.

Es fängt an beim Erraten der Zutaten für eine bestimmte Speise, geht über gemeinsames Waschen, Vorbereiten oder Zerkleinern der Zutaten bis hin zum eigentlichen Kochvorgang oder Einschieben des Backblechs unter Aufsicht.

Um den Kindern von klein auf zu zeigen, wie es am einfachsten geht, die Küche sauber zu halten – nämlich jede Verschmutzung sofort zu beseitigen – am besten die richtige „Ausrüstung“, Putzlappen und Spülmittellauge bereit legen. Wer seinen Arbeitsplatz nach dem Kochen gut gereinigt hat, darf sich zum Abschluss etwas aus dem Kühlschrank aussuchen.

Kinder lassen sich in der Küche mit kleinsten Tätigkeiten beschäftigen. Viele Erwachsene kennen das Gefühl „schnell kochen“ zu müssen, während die Kinder (noch) spielen. Werden sie integriert und sind in der Küche dabei, so entfällt das und stärkt auch die Bindung zueinander, einfach deshalb, weil man gemeinsam arbeitet. Für viele Kinder ist das manchmal wesentlich aufregender als aufwändiges oder teures Spielzeug und sorgt für Abwechslung im gemeinsamen Alltag.

 

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