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Waschen & Trocknen

Richtiger Umgang mit Winterwäsche

Richtiger Umgang mit Winterwäsche

Volle Trommeln, Daunenjacken & Co

Von Wollpullovern über den allseits beliebten Lagenlook bis hin zum dicken Daunenmantel. In der kalten Jahreszeit fallen einige Wäscheberge in Österreichs Haushalten an. Wir haben die wichtigsten Tipps für das Waschen und Trocknen im Winter gesammelt.

Spaziergänge im Freien, Schifahren oder andere Bewegung in der Natur sorgen für Ausnahmezustände im Wäschekorb. Der klare Favorit im Winter ist dabei eindeutig ein Gerät: der Trockner. Früher oft bösartig als „Energiefresser“ bezeichnet, steht er anderen modernen Haushaltsgeräten heute in Energieeffizienz um nichts nach.  Aber welche Handhabung und welche Programme sind für das Waschen und trocknen von Wolle, Daunen & Co eigentlich am besten geeignet?

 

Wolle richtig waschen

 

Wollpullover, dicke Socken, Schals und Mützen sind im Winter aus der Garderobe nicht wegzudenken. Wolle hält uns schön warm, sie ist aber leider ein besonders empfindliches und pflegeintensives Material. Daher gibt es beim Waschen einiges zu beachten:

Verwende unbedingt das Wollwaschprogramm (oder Handwäsche-Programm) deiner Waschmaschine. Dieses ist besonders sanft zu dem empfindlichen Material. Es arbeitet mit der sogenannten „Wollwiege“. Die Trommel schaukelt dabei den Pullover einige Sekunden lang sanft in der Lauge in niedrigen Temperaturen hin und her, dann ruht die Wäsche einige Sekunden.

 

Die Waschtemperatur für Wolle sollte niedrig sein. Maximal 30 Grad reichen vollkommen aus. Bei höheren Temperaturen kann es passieren, dass der geliebte Pullover verfilzt und einläuft.

Auch das richtige Waschmittel ist beim Waschen von Wollkleidung wichtig. Normales Vollwaschmittel ist für die empfindlichen Fasern nicht geeignet. Es sollte ein spezielles, mildes Wollwaschmittel verwendet werden.

Wolle richtig trocknen

Es ist ein weit verbreiteter Mythos, dass Wollsachen nicht in den Trockner gehören. Doch das ist bei den neuen Geräten heutzutage kein Problem mehr. Auch sensible Kleidungsstücke aus Wolle können ohne Bedenken im Trockner gepflegt werden. Wichtig ist es, das Wollprogramm zu wählen. Da moderne Wärmepumpentrockner die Bewegungen der Trommel steuern können, steigert sich die Drehzahl der Trommel dabei langsam bis sie so hoch ist, dass das Kleidungsstück an der Trommelwand anliegt und keine Bewegung mehr stattfindet. Dann erst setzt der warme Luftstrom ein. Dieses Verfahren ist nach ein paar Minuten beendet. Die Wolle wird neu aufgespannt und erst danach kommt wieder ein Luftstrom. Dies führt zu einwandfreien, flauschigen Wollpullovern.

Wer keinen Trockner besitzt, sollte seine Wollsachen am besten liegend trocknen. Wolle saugt sich beim Waschen nämlich besonders stark mit Wasser voll und ist nach dem Waschgang relativ nass und schwer. Hängt man die Textilien gleich nach dem Waschen auf, so können sie sich verziehen und die Form verlieren. Daher sollten Wollsachen sanft auf den Wäscheständer gelegt und so getrocknet werden.

Daunen waschen

Oft gibt es Unsicherheiten zum richtigen Umgang mit Winterwäsche. Während wir mit unserem Artikel „10 Mythen über das Trocknen“ bereits geklärt haben, dass moderne Geräte mit Wollwäsche kein Problem haben, bleibt die Frage des richtigen Vorgangs mit Daunen bislang noch offen. Einige Fakten haben wir deshalb hier gesammelt:

  • Besonders bei Winterjacken haben viele Angst, die sensiblen Daunen durch Feuchtigkeit zu zerstören. Denn sind Daunen verklumpt, verlieren sie ihre wärmende Wirkung. Deshalb sollten Daunenjacken wenn möglich alleine gewaschen werden.
  • Viele moderne Waschmaschinen verfügen bereits über einen eigenen Waschgang für Daunen. Falls nicht, sollte unbedingt der Schonwaschgang verwendet werden.
  • Auch auf Weichspüler sollte beim Waschen von Daunen verzichtet werden, denn so verlieren die Federn an Elastizität. Am besten geeignet sind spezielle Daunenwaschmittel. Die ideale Waschtemperatur liegt bei 30 bis maximal 40 Grad Celsius.

Daunen trocknen

Da eine Daunenjacke durch den Waschvorgang Klumpen bildet, kommt bei dieser Wäsche auch dem Trockenvorgang eine besondere Bedeutung zu:

  • Die Daunenjacke sollte – wie auch bei der Waschmaschine empfohlen – unbedingt alleine in den Trockner, bei Temperaturen bis maximal 100 Grad Celsius. Für einen optimalen Trockenvorgang sollte die Daunenjacke das Programm mehrmals durchlaufen, dazwischen mindestens eine Stunde auskühlen und gelegentlich aufgeschüttelt werden. Sie sollte immer so lange auskühlen, bis sie tatsächlich kalt ist. Nur so kann man feststellen; ob die Daunen noch Restfeuchte enthalten. Ist dies der Fall, dann einfach noch einmal ein kurzes 20-Minuten Programm durchlaufen lassen.
  • Ein bekannter Trick ist die Verwendung von speziellen Trocknerkugeln. Durch die ständige Bewegung lockern diese nämlich die Daunen auf und schützen vorm Verkleben. Alternativ können auch drei bis vier trockene, farblose und saubere Tennisbälle verwendet werden.
  • Sollte kein Trockner zur Verfügung stehen, muss die Jacke in eine professionelle Reinigung gebracht werden, da Lufttrocknen alleine nach dem Waschvorgang den Daunen schaden würde.

Waschtrockner oder Trockner – eine individuelle Entscheidung

Möchte man die Berge an Schmutzwäsche besonders schnell und energieeffizient beseitigen, dann ist die Kombination aus Waschmaschine und Trockner ideal. Ob zwei getrennte Geräte oder ein Kombigerät eingesetzt werden ist Platz- und auch Geschmackssache.

Beide Geräte zu besitzen, bietet jedoch den Vorteil, dass die Wäsche direkt aus der Waschmaschine in den Trockner und von dort aus gleich in den Kasten geräumt werden kann. So vermeidet man Platzprobleme am Wäscheständer und steigert die Zeiteffizienz deutlich.

Winterwäsche richtig waschen und trocknen

  • Auch wenn es bei besonders großen Wäschemengen verlockend klingt, sollte trotzdem bei beiden Geräten immer auf die Füllmenge geachtet werden. So viel an Wäsche wie möglich in Trockner und Waschmaschine zu stopfen, kann dem Gerät schaden. Die Trommeln sollten immer locker ohne pressen befüllt werden.
  • Besonders bei Waschmaschinen ist es außerdem sehr wichtig, dass die Türen nach jedem Waschgang eine Zeit lang offen stehen, damit Restfeuchte aus dem Gerät entweichen kann.