Wer im Alltag auf Hygiene und Nachhaltigkeit achtet, weiß: Ein sauberer Geschirrspüler ist die Grundlage für hygienisch reines Geschirr und auch für einen langlebigen Betrieb des Geschirrspülers. Doch auch moderne Spülmaschinen können davon betroffen sein: Biofilm, eine schleimige Schicht aus Mikroorganismen, die sich hartnäckig an Oberflächen festsetzt. Damit es gar nicht erst so weit kommt, setzen heute viele Geräte auf clevere Technik – und du kannst sie mit einfachen Routinen unterstützen.
Was ist Biofilm – und warum entsteht er im Geschirrspüler?
Biofilme entstehen, wenn sich Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze an feuchten Oberflächen anlagern und eine schützende Schleimschicht bilden. Diese komplexe Matrix macht sie widerstandsfähig gegen Hitze, Spülmittel und viele Reinigungsmethoden. In feucht warmen Bereichen wie Sprüharmen, Dichtungen oder schwer zugänglichen Ecken können sie sich gut etablieren. Die Folgen sind unangenehme Gerüche, schlechtere Spülleistung und ein erhöhtes Hygiene Risiko.
Geschirrspüler-Technologien gegen Biofilm
Moderne Geräte kombinieren mehrere Mechanismen, die gemeinsam eine Umgebung schaffen, in der sich Mikroorganismen nur schwer festsetzen können.
Hohe Spültemperaturen & Hygiene Optionen
Die meisten Geschirrspüler verfügen über Programme, die über 65–70 °C erreichen. Hohe Temperaturen stören die Struktur von Biofilmen und reduzieren Keime deutlich.
Viele Hersteller integrieren zusätzlich spezielle Hygiene Optionen, bei denen die Temperatur über mehrere Minuten gehalten wird – ein wirksamer Angriffspunkt gegen Mikroorganismen.
Optimierte Wasserverteilung & Sensorsteuerung
Fortschrittliche Sprüharme, feinere Düsen, verbesserte Pumpen und Sensoren sorgen dafür, dass das Wasser alle Bereiche gleichmäßig erreicht, weniger „tote Zonen“ entstehen und sich Essensreste nicht so leicht ansammeln. Da Biofilme „Nahrung“ und feuchte Rückstände benötigen, hilft eine effiziente Wasserführung indirekt, deren Bildung zu verhindern.
Automatische Türöffnung & aktive Trocknung
Feuchtigkeit ist ein entscheidender Faktor für Biofilmwachstum. Viele moderne Systeme öffnen daher nach Programmende automatisch einen Spalt weit die Tür oder nutzen gezielte Luftführung, um Restfeuchte abzuführen. Schnelles Trocknen bedeutet weniger ideale Bedingungen für Mikroorganismen – und reduziert langfristig das Risiko von Gerüchen und Belägen.
Selbstreinigungsprogramme & regelmäßige Innenraumspülung
Einige Geräte verfügen über ein eigenes Maschinenpflege oder Reinigungsprogramm, das mit höheren Temperaturen, mehr Wasser oder speziellen Spülphasen Ablagerungen und beginnende Biofilme löst. Das regelmäßige Reinigen und Pflegen der Maschine ist nicht nur aus hygienischer Sicht empfehlenswert, sondern verlängert auch die Lebensdauer des Geräts.
Verbesserte Filtersysteme & leichtere Zugänglichkeit für Reinigung
Moderne Geräte setzen auf feinere Filter, glattere Oberflächen und leicht entnehmbare Bauteile.
Das erleichtert nicht nur das Spülen, sondern verhindert, dass sich Nährstoffe für Mikroorganismen ablagern.
Was du selbst tun kannst, um Biofilm zu vermeiden
- Ab und zu heiß spülen – nicht ausschließlich das Eco-Programm verwenden
- Filter, Dichtungen & Sprüharme regelmäßig reinigen
- Geschirr korrekt einräumen & Reste entfernen
- Gerät nach dem Spülen geöffnet lassen



