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10 Mythen … über Wäschewaschen

10 Mythen … über Wäschewaschen

Oma hat es immer getan: Sie hat die Hosen umgedreht, damit sie die Farbe nicht verlieren. Oder in der Waschmaschine immer eine Handbreit frei gelassen hat, weil sonst die Wäsche nicht genug Platz hat. Ist was Wahres dran oder sind Omas Waschweisheiten reine Mythen? Wir haben uns auf die Suche nach Antworten gemacht:

Stimmt es, dass…

1. … man keinen Weichspüler bei Handtüchern verwenden soll?

Ja, das stimmt! Aber warum? Bei Frottierwaren sollten Sie nicht zu viel Weichspüler nehmen, da dieser wie ein Film auf den Fasern haftet. Die Handtücher werden dadurch weniger saugfähig und bilden auch mehr Flusen.

2. … man Hosen umdrehen soll, damit sie keine Farbe verlieren?

Ja, das stimmt! Die Farbe der Hosen wird geschützt, wenn diese umgedreht werden. Die Hose reibt an die Innenfläche der Trommel oder an anderen Kleidungsstücken und verliert dadurch die Farbe. Das gilt übrigens unabhängig vom verwendeten Waschmittel.

Und noch ein Tipp: Möchten Sie einen Fleck am Kleidungsstück beseitigen, drehen Sie es ebenfalls um! Dadurch werden die Staubpartikel besser aus dem Stoff gezogen. Würden Sie das Kleidungsstück mit dem Fleck auf der Vorderseite in die Trommel werfen, treibt der Schmutz sich nur noch tiefer in die Fasern.

 

3. … Haarspray gegen Flecken hilft?

Oma lässt grüßen: Ein paar Hausmittel gibt es schon, die gegen Flecken helfen, wie beispielsweise Salz auf Rotweinflecken geben. Beim Haarspray sollten Sie jedoch aufpassen, denn dieser verursacht nur noch mehr Flecken, sprüht man ihn auf ein Kleidungsstück.

In den 50er Jahren haben Haarsprays wirklich geholfen, das lag an dem enthaltenen Alkohol. Heutzutage sind sie anders zusammengesetzt und daher nur noch für die Haare zu empfehlen. Moderne Waschmaschinen bieten sehr viele Fleckenprogramme an, da ist für jeden Fleck der richtige Gegner schnell gefunden.

4. … man eine Waschmaschine nicht vollfüllen darf?

Sie sollten eine Waschmaschine nie ganz vollfüllen, so dass kein Zentimeter mehr frei ist. Optimal ist es, wenn eine Faust zwischen dem Wäscheberg und der Trommel Platz hat. Viele moderne Waschmaschinen erkennen automatisch, wie viel Wäsche sich in der Trommel befindet und passen den Wasser- und Energieverbrauch an. Vor allem bei Woll- und Feinwäsche gilt: Lieber nicht so vollfüllen, damit die Stoffe nicht zu sehr aneinander reiben. Außerdem bilden sich weniger Knitterfalten in der Kleidung, was das anschließende Bügeln einfacher macht. 

5. … ohne Entkalker die Maschine kaputt geht?

Da heutzutage alle Waschmittel Substanzen enthalten, die das Wasser weicher machen, können Sie sich beim Entkalker das Geld sparen. Dieser ist nicht notwendig, ihre Maschine geht ohne ihn nicht kaputt.

Tipp

Wenn Sie extra einen Entkalker verwenden möchten, dosieren Sie ihn gleichzeitig mit Waschmittel. Weiches Wasser benötigt weniger Waschmittel und die Gefahr des Überdosierens ist dann gegeben.

6. … die Maschine zu riechen beginnt, wenn man nur bei niedrigen Temperaturen wäscht?

Für die Maschine ist es besser, wenn Sie abwechselnd bei unterschiedlichen Temperaturen waschen.

Es gibt auch eigene Hygieneprogramme mit 70 Grad Celsius und Trommelreiniger. Ansonsten könnten sich Mikroorganismen in der Maschine breitmachen. Damit das Restwasser nach dem Waschgang gut verdunsten kann, sollten Sie die Tür und Waschmittelkammer offen lassen.

7. … Unterwäsche, Bettwäsche und Handtücher nur bei 90 Grad hygienisch sauber werden?

Das gehört ins Reich der Mythen. Maximal 60 Grad reichen für eine hygienisch reine Wäsche vollkommen aus.

Um die Hygiene und die Lebensdauer der Waschmaschine zu verbessern, sollten Sie einmal im Monat das 90 Grad-Waschprogramm einschalten. Denn wenn Sie über einen längeren Zeitraum nur mit sehr niedrigen Temperaturen waschen, steigt die Gefahr von Ablagerungen und Geruchsentwicklung in der Waschmaschine.

 

Tipp

Auch der Umwelt zuliebe sollten Sie Ihre Wäsche nicht durchgehend mit 90 Grad waschen, da die meiste Energie für das Erhitzen des Wassers benötigt wird.

8. … Waschpulver für bunte Wäsche nicht taugt?

Pulver enthält meistens Bleichmittel , ist also ideal für weiße Wäsche. Flüssigwaschmittel hingegen nicht, das heißt, es ist besser für bunte oder schwarze Wäsche geeignet. Sie brauchen kein Waschmittel für jede einzelne Textilart, beispielsweise eignet sich ein Feinwaschmittel für Wolle und für Seide. Für Buntes und Weißes gilt: Nicht dasselbe Waschmittel verwenden. Denn ein Vollwaschmittel ist zwar für weiße bzw. helle Wäsche vorgesehen, aber nicht für bunte Wäsche, da es Bleiche enthält. Ein Colorwaschmittel sorgt dafür, dass die Farben auch nach dem Waschgang strahlen.

 

9. … dass Farb- und Schmutzfänger vor Verfärbung schützen?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Während einige Tests zeigen, dass Farbtücher die Farbe nicht aufnehmen und man besser zu einem Colorwaschmittel greifen soll, schwören andere auf die Tücher. Zu jeder Wäsche dazugegeben, wird ihnen nachgesagt, dass sie die Kleidungsstücke vor Verfärbungen bewahren. Ein rot-weiß gestreiftes T-Shirt bleibt demnach in seinen Farben erhalten und die blaue Hose kann mit der roten im selben Waschgang gewaschen werden.

10. … Bunt- und Weißwäsche nicht mehr getrennt werden muss?

Sie sollten Bunt- und Weißwäsche unbedingt getrennt waschen, es kann sonst – trotz Farb- und Schmutzfänger – passieren, dass das Weiß nicht mehr so strahlend ist wie davor. Haben Sie überhaupt ein neues buntes Kleidungsstück, zahlt es sich aus, dieses das erste Mal alleine und umgedreht in der Trommel zu waschen. Neue Kleidungsstücke färben oft ab. Chemische Substanzen, die das Kleidungsstück durch die Produktion inne hat, werden so ebenfalls verringert.