Menu

10 Mythen … übers Spülen

10 Mythen … übers Spülen

Fisch aus der Spülmaschine?!? Das ist nur ein Mythos über Geschirrspülmaschinen. Wir haben uns die 10 häufigsten Mythen übers Spülen angeschaut und auf Herz und Nieren geprüft. Mit überraschendem Ergebnis.

Stimmt es, dass…

1. … man Fisch im Geschirrspüler dünsten kann?

Ja, kann man und es schmeckt richtig gut! Spülprogramme bieten nämlich mit ihrer Dauer von 90 Minuten und einer Temperatur von 70°C eine ideale Voraussetzung, um Fisch zu garen. Er wird zart und alle Nährstoffe bleiben erhalten.

So funktioniert’s: Fischfilet mit kaltem Wasser abspülen und danach wie es einem beliebt würzen. Eine Alufolie nehmen und mit etwas Öl bestreichen. Den Fisch drauflegen und Kräuter darüber streuen. Nun am besten mit zwei Schichten Alufolie einwickeln, damit kein Wasser an den Fisch kommt – sonst funktioniert das Garen nicht und der Fisch wird durch das Spülwasser verdorben. Und schon heißt es: Ab in die Spülmaschine! Das Filet kann ganz normal zum schmutzigen Geschirr in das obere Fach gelegt werden.

2. … längere Spülprogramme mehr Strom und Wasser verbrauchen?

Nein, im Gegenteil! Umso länger der Spülgang dauert, umso weniger Strom und Wasser wird verbraucht.

So kann weniger Wasser verbraucht werden: Ein integriertes, ressourcenschonendes Wassermanagementsystem hilft dabei, das saubere Spülwasser des letzten Klarspülgangs für den ersten Spülgang der nächsten Beladung einzusetzen. Das sorgt für einen minimalen Wasserverbrauch von nur 7 Litern – einem Topf voll Wasser – für 13 Maßgedecke. Ausgewählte Markenhersteller schaffen sogar einen Wasserverbrauch von 6,5 Litern, andere von 6 Litern.

Ein Tipp, wie jeder zum geringen Energie- und Wasserverbrauch beitragen kann: Standard-Spülprogramme sind das effizienteste Programm, um normal verschmutztes Geschirr zu reinigen und werden für den durchschnittlichen Jahresverbrauch für das EU-Energielabel herangezogen. Ist das Geschirr unterschiedlich stark verschmutzt, sind Automatikprogramme die beste Lösung: Sensoren messen die Verschmutzung des Geschirrs und des Wassers und optimieren selbstständig den Wasser- und Stromverbrauch, indem sie die Temperatur an den Spülvorgang anpassen.

3. … 99,9 % aller Bakterien und Keime beim Geschirrspülen beseitigt werden?

Ja, das stimmt. Laut unabhängigen Laboruntersuchungen können mit Hygieneprogrammen 99,9 % aller Bakterien und Keime beseitigt werden. Hygieneprogramme können meist als Zusatzfunktion zum Spülprogramm geschaltet werden. Um hygienisch zu spülen, wird das Wasser auf 70 bis 75 Grad Celsius erhitzt und das Spülgut rund 10 Minuten bei konstant hoher Temperatur desinfiziert. Das Programm eignet sich für Haushalte mit Babys, Kleinkindern, Allergikern oder älteren Personen: Babyflaschen, Sauger oder auch Schneidbretter, Backbleche oder Fettfilter der Dunstabzugshauben werden hygienisch sauber.

4. … man den Geschirrspüler randvoll einräumen kann, um so einen zweiten Spülgang zu sparen?

Das sollten Sie besser vermeiden. Für eine optimale Reinigung müssen Sie zwei Dinge beachten:

1) Geschirr richtig einräumen: Geschirrspüler bieten drei Ebenen, Oberkorb, Unterkorb und Bestecklade, welche beladen werden können: Große Geschirrteile gehören in den Unterkorb, kleine Geschirrteile in den Oberkorb. Moderne Geräte bieten außerdem eine Vielzahl an klappbaren, flexiblen Einsätzen und Halterungen, die noch mehr Stauraum für Geschirrteile aller Art bieten. Somit kann jeder Zentimeter Höhe, Breite und Tiefe im Inneren genutzt werden. Ein Geschirrspüler spült am effizientesten, leisesten und besten, wenn er optimal beladen ist.
Geschirrspüler haben jede Menge Platz: Geräte, die 45 cm breit sind, bieten in der Regel Platz für 9 bis 10 Maßgedecke, 60 cm breite Geräte für 12-14 Maßgedecke. Durch geschickte Auslegung der Körbe und verbesserter Konstruktion können Top-Modelle mit normalen Außenmaßen 16 Maßgedecke fassen, XL-Modelle sogar 17.

2) Drehung kontrollieren: Die Sprüharme müssen frei rotieren können, damit das Sprühwasser ungehindert alle Teile benetzt. Führen Sie eventuell eine Drehkontrolle mit der Hand durch. Weitere Tipps zur Maschinenpflege und Sicherheit gibt’s hier.

5. …Weingläser eher mit der Hand abgewaschen werden sollten?

Nein, das ist zum Glück nicht notwendig. Markenhersteller bieten viele praktische Halterungen an, damit auch Weingläser ohne Scherben aus dem Geschirrspüler kommen.

Im Unterkorb befindet sich oftmals der sogenannte Gläseranlagebügel, dieser eignet sich für langstielige Weingläser oder große Gläser aller Art. Im Oberkorb verhindern Einbuchtungen an den Tassenetageren ein Umfallen von langstieligen Gläsern und garantieren eine schonende Reinigung. Auch Stacheln aus Gummi werden angeboten, die Gläser stabilisieren. Zusätzlich gibt es bewegliche Klammern – so genannte Grips -, die Glasstiele fixieren und ein Umfallen verhindern. Die Gläser schweben in der Luft und ein unschöner Trocknungsrand wird vermieden.
Mit einem Party-Gläserhalter können bis zu 24 Wein- und Sektgläser sicher im Geschirrspüler gereinigt werden. Am speziell gedrehten Weinglaskorb lassen sich bis zu vier Gläser fixieren. In einem 60 cm Spüler finden bis zu vier Weinglaskörbe Platz – 16 Gläser.

6. … man immer anwesend sein muss, während der Geschirrspüler läuft, um einen eventuellen Wasserschaden sofort zu erkennen?

Heutzutage ist das nicht notwendig. Zum Schutz vor Wasserschäden sind in modernen Spülmaschinen Wasserschutzsysteme eingebaut, die mehrere Sicherheitsfunktionen beinhalten.

  • Aqua-Stopp unterbricht bei defekten Geräten die Wasserzufuhr und verhindert dadurch Überschwemmungen.
  • Verschiedene mechanische und elektronische Systeme bestehen meist aus einem Sicherheitsventil direkt am Wasserhahn und einem doppelwandigen Zulaufschlauch, der das Wasser bei undichtem Innenschlauch in die Bodenwanne ableitet. In der Bodenwanne selbst befindet sich ein Sicherheitsschalter, der bei austretendem Wasser die Entleerungspumpe einschaltet und das Zulaufventil am Wasserhahn deaktiviert.
  • Wasserschutz-Systeme messen die Wassermenge, die in die Spülmaschine fließt. Ist der gewünschte Wasserstand erreicht, macht das System automatisch dicht.

7. … man Crocs im Geschirrspüler waschen kann?

Ja, wem das Programm in der Waschmaschine zu lange dauert oder Sie einfach eine Alternative suchen, geben Sie Ihre Crocs in die Spülmaschine. Klingt komisch? Funktioniert aber einwandfrei, einfach die Sticks runtergeben und Gerät einschalten.

8. … man kein Silberbesteck in dem Geschirrspüler geben darf?

Oft wird empfohlen, das Silberbesteck mit der Hand zu waschen, da es dunkel werden kann, wenn es mit anderen Metallteilen in Verbindung kommt. Denn Gegenstände aus Eisen oder Gußeisen können leicht Rostflecken bilden und auf das andere Geschirr abfärben. Ordnen Sie daher das Silberbesteck separat vom anderen in den Besteckkorb ein. Bei ausgewählten Markenherstellern sind spezielle Aluminiumkassetten als Sonderzubehör erhältlich, die das kostbare Silberbesteck schützen und die Sie einfach in den Besteckkorb im Unterkorb stellen können.

 

9. … es der Spülmaschine schadet, wenn man kein Salz einfüllt?

Ja, hartes Wasser und Kalkablagerungen können die Effizienz reduzieren. Daher besitzen Spülmaschinen eine Wasserenthärtungsanlage. Diese sollte regelmäßig mit Spezialsalz gefüllt werden, sofern keine Multifunktions-Tabs mit Salzersatzfunktion verwendet werden. Mit diesen Multifunktions-Tabs kann oftmals bis zu einer Wasserhärte von 21°dH auf die Verwendung von Klarspüler und Salz verzichtet werden. Wenn Sie keine Tabs verwenden, nehmen Sie Pulver, Klarspüler und Salz von einem Hersteller, da diese optimal aufeinander abgestimmt sind. Richtige Dosierung

10. … Geschirr im Geschirrspüler nie ganz trocken wird?

Für die energieschonende Trocknung des Geschirrs sind in modernen Geschirrspülern unterschiedliche Technologien im Einsatz. Eine automatische Öffnung der Türe nach dem Spülen lässt überschüssigen Wasserdampf aus. Nach 20 Minuten öffnet sich die Tür automatisch weniger Zentimeter weiter. So kann auch das Geschirr gut auskühlen. Spezielle Luftführung verhindert, dass durch den heißen Dampf die Arbeitsfläche der Küche beschädigt wird.
Auch eine spezielle Luftzirkulation (Power Dry) sorgt für außergewöhnlich gute Trockenergebnisse und sofortige Abkühlung, selbst bei Kunststoffteilen. Der besondere Vorteil liegt darin, dass beim Öffnen kein Dampf entweicht und somit die Gefahr des Ablösens der Furnier der Möbelfronten wegfällt.

Die Neigung der Körbe, Ventilatoren, Kondensation und das Zeolith-Trocknungssystem sind weitere praktische Einrichtungen, damit das Geschirr schnell trocken aus dem Geschirrspüler genommen werden kann.