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ZERO WASTE: kein Verpackungsmüll mehr in meiner Küche

ZERO WASTE: kein Verpackungsmüll mehr in meiner Küche

Wer kennt das nicht, nach einem Großeinkauf im Supermarkt, bringt man nicht nur die gewünschten Lebensmittel mit nach Hause, sondern auch jede Menge Verpackungsmüll, der den Mülleimer gleich wieder füllt. Obst und Gemüse werden in Folie eingepackt, viele Produkte kommen nur für den Transport nach Hause in eine Einwegverpackung wie Wurstprodukte oder auch Gebäck. Die Statistik bestätigt diesen Eindruck, denn jeder Österreicher produziert 564 Kilogramm Müll pro Jahr, das sind 1,5 Kilo pro Tag! In der EU liegen wir damit auf Platz sieben unter den 28 EU-Staaten.

Ein Haushalt ohne Müll?

Doch es wäre sehr einfach Müll im Alltag zu vermeiden. In den letzten Jahren gab es viele Initiativen und Projekte, die eindrucksvoll bewiesen haben, dass es in unserer Zeit auch möglich ist ohne Müll zu leben. Klingt unmöglich – ist es aber nicht. Der Umstieg auf eine neue Lebensweise ist zwar radikal, aber in Summe wird das Leben ohne Müll einfacher. Die Amerikanerin Bea Johnson zeigt mit ihrem Blog und Buch Zero Waste Home wie es gelingen kann vom 280 m2 Haus, mit einer 4-köpfigen Familie und einer 240 Liter Mülltonne zu einem “Zero Waste Home“ zu werden. „Weder brannte das große Haus nieder, noch wurde ich ein buddistischer Mönch“, schreibt sie in ihrem Buch. Sie erzählt eindrucksvoll wie man Schritt für Schritt den Müll reduzieren und sein Leben neu gestalten kann. In Österreich zeigt die Plattform „Zero Waste Austria“ auf, wie es gelingen kann, sein Verhalten Schritt für Schritt zu ändern. Wo gibt es verpackungsfreie Lebens- und Reinigungsmittel, welche Alternativen gibt es zum omnipräsenten Einsatz von Plastik?

Als ersten Schritt empfiehlt es sich bewusst im Alltag darauf zu achten, wie viel unnötigen Müll wir produzieren. Man denke nur an den Coffee-to-go-Becher, das Plastiksackerl für den Einkauf zwischendurch oder die Verpackung des Croissants am Weg zur Arbeit. Zero Waste ist ein Stück weit auch eine Einstellung, sich sein Tun bewusst zu machen und eingefahrene Verhaltensweisen zu ändern.

Ein erster Schritt:  Tipps für den Einstieg

Mit der Zero Waste Family Challenge bekommt man einen Einblick wie sich fünf unterschiedliche Familien über einen Zeitraum von sieben Monaten der Herausforderung stellen verpackungsfrei einzukaufen, Plastik zu sparen bzw. nicht zu verwenden. In der Küche findet dann wieder das Einmachglas seinen Platz, das für viele Lebensmittel verwendet und wieder befüllt werden kann. Obst und Gemüse können am Markt gekauft werden und mit kluger Vorratshaltung länger haltbar gemacht bzw. vitaminschonend eingefroren werden.

Vorratsgläser

Verpackungsfrei einkaufen: Lebensmittel unverpackt im Einmachglas kaufen. In Wien, Graz und Innsbruck gibt es Geschäfte wo lose Ware angeboten wird. Eine Liste findet sich bei Zero Waste Austria und viele Dinge gibt’s auch in Bioläden, am Markt, beim Bäcker, ab Hof, etc.

Wiederverwenden: Weg vom Einweg – hin zu Mehrweg und Upcycling. Stoffservietten sollten anstatt Papierservietten verwendet werden, alte Kleiderreste können als Putztücher gebraucht werden.

Voraus denken und vorbereiten: Wenn man unterwegs ist, sollte man für ein Essen oder einen spontanen Einkauf gerüstet zu sein. Je nach Situation sollte man eine Stoffserviette, Reisebesteck,  Jausenbeutel oder Lunchbox, Trinkflasche, Stoff-Einkaufstasche oder Obst- & Gemüsebeutel dabei haben.

Viel Erfolg und vor allem Freude mit Zero Waste am Weg zur Küche ohne Verpackungsmüll!