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Kochen & Backen

Vegane Weihnachtskekse: Zwei einfache Rezepte

Vegane Weihnachtskekse

Die österreichische Bloggerin und Instagramerin Angie alias Hellopippa zeigt auf ihrem Blog Ideen und Tipps für ein nachhaltiges und glückliches Leben. In ihrem Gastbeitrag verrät die Niederösterreicherin, die zu 99% vegan lebt, zwei einfache und leckere vegane Keksrezepte. Wir wünschen viel Spaß beim Nachbacken!

„Die Weihnachtszeit ist immer schon meine liebste Zeit im Jahr. Wenn das ganze Haus nach Zimt und warmem Punsch duftet und man sich‘s nach einem Winterspaziergang an der frischen Luft daheim auf der Couch mit einem Buch und frisch gebackenen Keksen gemütlich machen kann. Weihnachtskekse backe ich von all den Backwaren, die über’s Jahr so gebacken werden, am allerliebsten und ich kann mir keine Weihnachtszeit ohne Weihnachtskekse vorstellen.

Seit einiger Zeit backe ich nur noch vegan und ich verrate euch etwas: Die meisten Weihnachtskekse funktionieren mindestens genauso gut mit rein pflanzlichen Zutaten. Die Butter wird durch vegane Butter ersetzt, Schokolade durch pflanzliche Schokolade. Mehl, Zucker, Nüsse sind sowieso natürlich vegan. Eier kann man oft ganz einfach weglassen, ich ersetze sie aber gerne durch Apfelmus, so bekommen die Kekse automatisch etwas Bindung und Flüssigkeit. Auch ein „Leinsamen-Ei“ aus geschroteten Leinsamen gemischt mit Haferdrink funktioniert gut.

 

Heute verrate ich euch zwei meiner liebsten Rezepte für vegane Weihnachtskekse, die sowohl in Geschmack, als auch in Optik, mit ihren nicht-pflanzlichen Geschwistern auf jeden Fall mithalten können, und bei mir jedes Jahr gebacken werden.

Angie von Hellopippa bäckt gerne vegane Weihnachtskekse

Angie von Hellopippa bäckt gerne vegane Weihnachtskekse

Falsche Brotkekse

Ich nenne diese Kekse gerne „Falsche Brotkekse“ weil sie in gebackenem Zustand eben aussehen, wie Miniversionen von einem schön kross gebratenem Brotlaib. Sie schmecken jedoch wunderbar schokoladig, außen leicht knusprig, innen wunderbar weich. Für die falschen Brotkekse müsst ihr auch keinen Teig ausrollen, was von vielen ja doch als recht angenehm empfunden wird. Also für alle Menschen, die’s gerne schokoladig und süß mögen, sind das genau die richtigen Kekse.

Backtemperatur: 170 Grad Umluft
Vorbereitungszeit: 15 Minuten (+60 Minuten Ruh-Zeit im Kühlschrank)
Backdauer: 12-14 Minuten

Ihr braucht:

200g vegane Schokolade
110g vegane Butter
80g Staubzucker
100g Apfelmus
200g Dinkelmehl
15g Backkakao
8g Backpulver
Staubzucker zum Wälzen

So geht’s:

Die Schokolade in kleine Stücke brechen und mit der Butter in einem Topf am Herd schmelzen lassen. Ein wenig auskühlen lassen, dann Staubzucker, Apfelmus, Dinkelmehl, Kakao und Backpulver unterrühren. Den Teig im Kühlschrank etwa eine Stunde lang fest werden lassen.
Nach der Stunde könnt ihr euer Backrohr auf 170 Grad Umluft vorheizen.
Aus dem Teig jetzt kleine Kugeln formen, diese im Staubzucker wälzen und mit etwas Abstand auf euer mit Backpapier ausgekleidetes Backblech setzen.
Je nach Größe im Backrohr 12-14 Minuten lang backen.
In einer Keksdose gut verschlossen aufbewahren.

Vegane Linzer Schnitten

Ganz klassische Weihnachtskekse, die ich heiß liebe, auch in pflanzlicher Variante. Ich liebe hier die weihnachtlichen Gewürze im Keksteig, falls ihr aber rein buttrig-nussigen Geschmack bevorzugt könnt ihr Zimt, Piment und gemahlene Nelken natürlich auch weglassen. Als Marmelade verwende ich am liebsten Ribisel Marmelade, die ist nicht nur farblich super weihnachtlich, sondern gibt den süßen Keksen auch eine fruchtig-saure Note. Die Linzer Schnitten werden übrigens immer weicher, je länger ihr sie in der verschlossenen Keksdose aufbewahrt.

Backtemperatur: 170 Grad Umluft

Vorbereitungszeit: 35 Minuten (+60 Minuten Ruh-Zeit im Kühlschrank)

Backdauer: 15-18 Minuten

Ihr braucht:

280g Dinkelmehl
160g Staubzucker
200g vegane Butter
1 EL Apfelmus
200g geriebene Mandeln
½ TL Zimt, ¼ TL gemahlene Nelken, ¼ TL Piment
300g Ribiselmarmelade

So geht’s:

Dinkelmehl, Staubzucker, vegane Butter, Apfelmus, geriebene Mandeln und Gewürze mit der Küchenmaschine oder per Hand gut verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und im Kühlschrank vor der weiteren Verarbeitung mindestens eine Stunde lang rasten lassen.

2/3 des Teiges abtrennen und rechteckig ausrollen. Ihr könnt hier immer wieder ein Stück abschneiden und „anstückeln“, sodass ihr wirklich eine schön rechteckige Fläche bekommt. Die Marmelade auf dem Teig gleichmäßig verstreichen.

Das Backrohr auf 170 Grad Umluft vorheizen.
Das letzte Drittel des Teiges ausrollen und davon schmale Streifen abschneiden, diese gitterförmig auf der Marmelade auflegen. Auch hier könnt ihr eure Streifen, wenn sie beim Abschneiden brechen sollten, einfach anstückeln.

 

Die Linzer Schnitten im Backrohr etwa 15-18 Minuten lang backen, bis der Teig goldgelb gefärbt ist und anfängt gut zu duften. Aus dem Rohr nehmen und gut auskühlen lassen. Wenn der Teig ausgekühlt ist kleine Schnittchen abschneiden und eure Linzer Schnitten in einer Keksdose gut aufbewahren. Wenn ihr die Linzer Schnitten lieber fester und nicht so weich esst, dann bewahrt sie unverschlossen auf, in der Keksdose werden sie nämlich von Tag zu Tag (durch die Feuchtigkeit der Marmelade) weicher.

Die Linzer Schnitten schmecken auch in der veganen Variante köstlich!

Die Linzer Schnitten schmecken auch in der veganen Variante köstlich!

Ich wünsche euch eine gemütliche Vorweihnachtszeit und viel Freude beim Nachbacken!“