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Waschen & Trocknen

Wie viel Strom verbraucht eine Waschmaschine?

Stromverbrauch Waschmaschine 1

Gut Ding braucht Weile

Schätzungen zufolge tragen Waschmaschinen in einem durchschnittlichen Haushalt zu rund 5 Prozent der Stromkosten bei. Ein 2-Personen-Haushalt wäscht laut Öko-Institut durchschnittlich 140 Mal pro Jahr (je 3,6 kg Wäsche), ein 4-Personen-Haushalt 211 Mal (je 4,6 kg). Single-Haushalte waschen rund 164 Mal (3,2 kg).

Am meisten Strom verbraucht das Aufheizen des Wassers, also gilt: je weniger Wasser die Waschmaschine braucht, desto weniger Strom wird verbraucht, desto effizienter wäscht sie.

TIPP

Je länger eine Waschmaschine wäscht, desto weniger Strom und Wasser verbraucht sie!

Der jährliche Energieverbrauch wird auf dem EU-Energielabel in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) angegeben. Seit 2011 gibt es ein Label mit der Kategorie A+++ für Waschmaschinen mit einem Grenzwert von 196 kWh/a. Einige Hersteller überbieten diesen hohen Standard im Energieverbrauch – die sparsamsten Waschmaschinen verbrauchen derzeit etwa 89 kWh pro Jahr, gemessen an 220 Waschgängen im Eco-Normalprogramm pro Jahr.

Waschwirkung von 60°C

Die Angaben am Energieeffizienzlabel erfolgen anhand des Standardprogramms mit 60°C, wobei die 60°C effektiv nicht erreicht werden müssen, sondern die „Waschwirkung von 60°C“. Für die Einteilung in die Kategorien ist also ausschlaggebend, ob die Wäsche bei voller Beladung (8 kg) sauber wird. Die Verschmutzung wird im Labor anhand von verschmutzten Wäschestreifen gemessen.

220 Waschgänge pro Jahr, 4 pro Woche

Der am Label angegebene Verbrauch bezieht sich auf 220 Standard-Waschvorgänge – also mehr als 4 Waschgänge pro Woche. Die Werte sind ein Durchschnittsverbrauch aus 7 verschiedenen Waschgängen: dreimal Baumwolle 60°C vollbeladen, zweimal Baumwolle 40°C halb beladen, zweimal Baumwolle 60°C halb beladen. Beim Jahresenergieverbrauch wird auch der Stand-by-Betrieb berücksichtigt. Der tatsächliche Verbrauch wird in den meisten Fällen niedriger sein als am EU-Energieeffizienzlabel angegeben.

32 Prozent weniger Strom

Die Anschaffung einer neuen Waschmaschine lohnt sich auch allein aus Umweltschutzgründen: In den letzten 10 Jahren wurde die Effizienz von Waschmaschinen um ein Drittel gesteigert. Das Einsparpotenzial an Strom beläuft sich mit neuen Geräten auf bis zu 32 Prozent. Eine neue Waschmaschine ist auf jeden Fall ratsam, wenn Ihr bestehendes Gerät in die Energieeffizienzklasse B oder gar C fällt (ab Dezember 2011 in Europa der Verkauf von Geräten der Klasse B und schlechter untersagt). Zum Vergleich: eine ineffiziente aktuelle A+-Maschine mit 7 kg Fassungsvermögen verbraucht 210 kWh/a, eine A+++ hingegen 89 bis 160 kWh/a. Außerdem bieten moderne Markengeräte spezielle Systeme, die den Stromverbrauch verringern. So gibt es eine Funktion, die dafür sorgt, dass jede Trommelladung eine individuell abgestimmte, optimale Pflege enthält und nur so lange gewaschen oder getrocknet wird, wie es auch notwendig ist. Viele Waschmaschinen passen auch automatisch die Trommelbewegungen an die Wäschemenge an.

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Die sparsamsten Waschmaschinen der Kategorie A+++ verbrauchen 20 Prozent weniger Strom als A+ Geräte. Eine Übersicht über die sparsamsten Waschmaschinen finden Sie auf www.topprodukte.at.

EnergieklasseEnergieersparnis gegenüber Kategorie AJahresverbrauch StromJahresverbrauch Wasser
A+Energieklasseminus 13 %Energieersparnis gegenüber Kategorie A167 kWhJahresverbrauch Strom8.454 LiterJahresverbrauch Wasser
A++Energieklasseminus 24 %Energieersparnis gegenüber Kategorie A170 kWhJahresverbrauch Strom9.272 LiterJahresverbrauch Wasser
A+++Energieklasseminus 32 %Energieersparnis gegenüber Kategorie A122 kWhJahresverbrauch Strom8.500 LiterJahresverbrauch Wasser

Tabelle: Durchschnittlicher Energie- und Wasserverbrauch von Waschmaschinen in den drei Energieeffizienzklassen im Standardprogramm, abhängig von Modell und Hersteller.

TIPP

Was bedeutet der Pfeil auf der Bedienblende? Eco-Programme müssen nach EU-gesetzlicher Vorgabe direkt auf der Bedienblende mit einem Pfeil-Symbol gekennzeichnet werden, auch im Gerätehandbuch muss das Energiesparprogramm mit Informationen zum Strom- und Wasserverbrauch ausgezeichnet werden.

Wasserverbrauch Waschmaschine 2

Vom sorgsamen Umgang mit Wasser

Der sorgsame Umgang mit Wasser ist uns allen wichtig. Daher ist der Wasserverbrauch von Waschmaschinen eine wichtige Überlegung beim Kauf eines neuen Geräts. Der Verbrauch ist eine Kennzahl des EU Energieeffizienzlabels und wird in Liter pro Jahr angegeben. Der Jahresverbrauch rangiert bei den aktuell am Markt verfügbaren Waschmaschinen von 9.000 Liter bis 11.000 Liter.

Gemessen wird der Wasserverbrauch anhand des Standardprogramms mit 60°C hochgerechnet auf 220 Waschgänge pro Jahr. Die Wäsche muss bei voller Beladung (8 kg) entsprechend sauber werden. Die Verschmutzung bzw. Reinheit wird im Labor anhand von verschmutzten Wäschestreifen gemessen.

EnergieklasseEnergieersparnis gegenüber Kategorie AJahresverbrauch StromJahresverbrauch Wasser
A+EnergieklasseEnergieklasseminus 13 %Energieersparnis gegenüber Kategorie AEnergieersparnis gegenüber Kategorie A167 kWhJahresverbrauch StromJahresverbrauch Strom8.454 LiterJahresverbrauch WasserJahresverbrauch Wasser
A++EnergieklasseEnergieklasseminus 24 %Energieersparnis gegenüber Kategorie AEnergieersparnis gegenüber Kategorie A170 kWhJahresverbrauch StromJahresverbrauch Strom9.272 LiterJahresverbrauch WasserJahresverbrauch Wasser
A+++EnergieklasseEnergieklasseminus 32 %Energieersparnis gegenüber Kategorie AEnergieersparnis gegenüber Kategorie A122 kWhJahresverbrauch StromJahresverbrauch Strom8.500 LiterJahresverbrauch WasserJahresverbrauch Wasser

Wasserverbrauch pro Waschgang

Deutlich wird der geringe Wasserverbrauch anhand der Darstellung pro Spülgang: Für eine volle Beladung von 8 kg trockener Wäsche (eine haushaltsübliche Waschladung wiegt zirka 4 kg) benötigen die sparsamsten Modelle derzeit 39 Liter, im Durchschnitt 45 bis 60 Liter. Bei halber Beladung oder Sparprogrammen entsprechend weniger. Kurzprogramme waschen mit rund 30 Litern pro Waschgang.

TIPP

Die Laufzeit der Waschmaschine hängt von Programm, der Beladung und den dazu gewählten Optionen ab. Generell gilt: je weniger Strom und Wasser verbraucht werden soll, desto länger braucht die Waschmaschine für saubere Wäsche.

WaschprogrammWaschdauer in h:minTemperatur (Waschwirkung in °CWasserverbrauch pro Waschgang in LiterStromverbrauch pro Waschgang in kW
Standard BaumwolleWaschprogramm2:20Waschdauer in h:min60°Temperatur (Waschwirkung in °C50Wasserverbrauch pro Waschgang in Liter0,90Stromverbrauch pro Waschgang in kW
BuntwäscheWaschprogramm2:05Waschdauer in h:min40°Temperatur (Waschwirkung in °C43Wasserverbrauch pro Waschgang in Liter0,58Stromverbrauch pro Waschgang in kW
KochwäscheWaschprogramm2:29Waschdauer in h:min90-95°Temperatur (Waschwirkung in °C65Wasserverbrauch pro Waschgang in Liter2,20Stromverbrauch pro Waschgang in kW
Feinwäsche/PflegeleichtWaschprogramm0:50Waschdauer in h:min30°Temperatur (Waschwirkung in °C40-52Wasserverbrauch pro Waschgang in Liter0,40Stromverbrauch pro Waschgang in kW
EcoWaschprogramm1:00Waschdauer in h:min40°Temperatur (Waschwirkung in °C19Wasserverbrauch pro Waschgang in Liter0,45Stromverbrauch pro Waschgang in kW
Schnell/KurzWaschprogramm0:15Waschdauer in h:min30°Temperatur (Waschwirkung in °C20Wasserverbrauch pro Waschgang in Liter0,15Stromverbrauch pro Waschgang in kW
Übrigens

Das so genannte „Flottenverhältnis“ ist das Verhältnis von Wäschemenge zum Wasservolumen in einer Waschmaschine. Als ideales Flottenverhältnis gilt 1:5, d. h. 1 kg Wäsche auf 5 l Wasser.

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Volle Umdrehung für trockene Wäsche

Am Ende eines Waschprogramms wird die Wäsche geschleudert. Dafür beschleunigt der Waschmaschinen-Motor die Trommelumdrehung auf 1.000 bis 1.600 Umdrehungen pro Minute (U/min), um durch die Fliehkräfte die restliche Feuchtigkeit durch die Öffnungen in der Trommel aus der Wäsche zu drücken.

Die Schleuderleistung ist eine technische Kennzahl auf dem EU-Energieeffizienzlabel für Waschmaschinen und wird als „Schleuderwirkungsklasse“ in den Klassen A bis G angegeben. A bedeutet eine sehr gute Schleuderwirkung, das heißt die Wäsche kommt mit weniger als 45 % Restfeuchte aus der Maschine. Für den Test muss die Maschine die höchste angegebene Drehzahl über eine Minute lang stabil halten.

TIPP

Für die Kaufentscheidung bedeutet eine höhere Drehzahl aber nicht automatisch die bessere Wahl. Zwischen 1.400 und 1.600 Umdrehungen beträgt der zusätzliche Verlust an Restfeuchtigkeit nur ca. 2 Prozent.

Welche Schleuderleistung brauche ich?

  • Mit Trockner: Wenn Sie einen Trockner haben, ist eine maximale Schleuderleistung mit 1.400 Umdrehungen ausreichend – dies schont Ihre Wäsche vor Knitter und Verformungen. Trockner sind bereits so sparsam im Stromverbrauch, dass ein stärkeres Schleudern mit höheren Drehzahlen kaum eine merkbare Stromeinsparung bringt.
  • Ohne Trockner: Eine hohe Drehzahl von 1.600 Umdrehungen ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie keinen Trockner haben und Ihre Wäsche möglichst trocken aufhängen wollen.
TIPP

Große Trommeln haben mehr Fassungsvermögen und üblicherweise eine höhere Schleuderwirkung!

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Wie laut sind Waschmaschinen?

In einer Waschmaschine sind starke Kräfte am Werk. Rund 50 Liter Wasser werden eingepumpt, erwärmt, abgepumpt. Die Wäsche wird je nach Programm behutsam geschaukelt, gekocht oder kräftig geschleudert – der Motor beschleunigt die Trommel je nach Schleuderleistung auf bis zu 1.600 Umdrehungen pro Minute. Das EU-Energieeffizienzlabel für Waschmaschinen weist die Lautstärke beim Waschen und Schleudern explizit aus, im Standard-Waschprogramm 60°C Baumwolle bei voller Beladung.

Trotz der mechanischen Vorgänge im Inneren sind moderne Waschmaschinen nicht nur sanft zur Wäsche, sondern auch erstaunlich leise:

  • Die Waschprogramme selbst sind mit 50 bis 55 Dezibel etwa so leise wie ein normales Gespräch.
  • Die leisesten Waschmaschinen waschen mit nur 47 bis 49 dB.
  • Das Schleudern ist naturgemäß etwas stärker wahrnehmbar: je nach Bodenbelag, Bodenhaftung und Beladung schleudern Waschmaschinen zwischen 70 und 75 db(A).
TIPP

Je gleichmäßiger die Trommel beladen ist, desto leiser schleudert sie!

Vibrationen beim Waschen und Schleudern verursachen die lautesten Geräusche. Daher ist eine hohe Stabilität von Vorteil:

  • Eine Gehäusestruktur mit horizontal angeordneten Vertiefungen sorgt für mehr Stabilität und fängt Vibrationen ab.
  • Hochwertige Kugellager und Stoßdämpfer wirken schalldämpfend.
  • Auch die doppelte Verglasung der Tür schluckt Schall.
  • Vliesmatten als Dämmmaterial tragen ebenfalls zu einer geringeren Geräuschentwicklung bei.
  • Umwuchtkontrolle gleicht Beladung aus.

Waschen im Wohnraum

Waschmaschinen passen sich den neuen Wohntrends und Lebensgewohnheiten in modernen Haushalten an.

  1. Sind die Waschmaschinen in Betrieb, werden diese eher wahrgenommen, als in getrennten Waschküchen oder Badezimmern. Waschmaschinen passen sich den neuen Wohntrends und Lebensgewohnheiten in modernen Haushalten an.
  2. Sie sind aus Platzgründen oft in Küchen, teils offenen Wohnküchen aufgestellt oder eingebaut.
  3. Sind die Waschmaschinen in Betrieb, werden diese eher wahrgenommen, als in getrennten Waschküchen oder Badezimmern.
  4. Waschmaschinen passen sich den neuen Wohntrends und Lebensgewohnheiten in modernen Haushalten an.
  5. Sind die Waschmaschinen in Betrieb, werden diese eher wahrgenommen, als in getrennten Waschküchen oder Badezimmern.

Geräuschquellen im Vergleich

Die Lautstärke ist eine Kennzahl von Waschmaschinen, Trocknern und Waschtrocknern auf den entsprechenden EU-Energieeffizienzlabeln. Die Angabe erfolgt als Schallleistung in Dezibel dB(A) re 1 PW, die in einer kalibrierten Zelle direkt am Gerät ohne Entfernung gemessen wird und eine objektiv vergleichbare Größe darstellt – im Gegensatz zur „Lautstärke“, dem Schalldruck, der sehr subjektiv wahrgenommen wird. 50 Dezibel sind etwa so laut wie ein normales Gespräch.

SchallquellenSchallddruckpegel in dB
SchmerzschwelleSchallquellen130Schallddruckpegel in dB
AutohupenSchallquellen90Schallddruckpegel in dB
Rand einer Verkehrsstraße 5 mSchallquellen80Schallddruckpegel in dB
Staubsauger in 1 m EntfernungSchallquellen70Schallddruckpegel in dB
Normale Sprache in 1 m AbstandSchallquellen60Schallddruckpegel in dB
Normale Wohnung, ruhige EckeSchallquellen50Schallddruckpegel in dB
Ruhige Bücherei, allgemeinSchallquellen40Schallddruckpegel in dB
Ruhiges SchlafzimmerSchallquellen30Schallddruckpegel in dB
Flüstern, ruhiges ZimmerSchallquellen20Schallddruckpegel in dB
Blätterrascheln in der Ferne, normales AtmenSchallquellen10Schallddruckpegel in dB
HörschwelleSchallquellen0Schallddruckpegel in dB

Die Lautstärke ist eine subjektiv wahrgenommene Eigenschaft. Physikalisch unterscheidet man die „Schallleistung“ (Welche objektiv messbare Lautstärke gibt das Gerät ab?) vom „Schalldruck“ (also dem Schall, der beim Empfänger ankommt). Das menschliche Gehör wird mit wachsendem Schalldruck immer empfindlicher.