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Waschen & Trocknen

Wie viel Strom verbraucht ein Trockner?

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Fast so sparsam wie Trocknen auf der Leine

Stromverbrauch Trockner

Der jährliche Stromverbrauch von Trocknern wird auf dem EU-Energielabel in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) für 160 Trocknungszyklen im Standard-Baumwoll-Programm angegeben. Seit 2013 gibt es ein Label mit der Kategorie A+++ für Trockner. Zudem gibt es 3 unterschiedliche Label für Abluft-, Kondensations- und gasbeheizte Trockner.

Der Energieverbrauch von Wärmepumpentrocknern liegt rund 65 Prozent unter dem Grenzwert der EU-Energieeffizienzklasse A. Der Wärmepumpentrockner ist mit Abstand der energieeffizienteste Trocknertyp.

TIPP

Trockner sind dank Kondensations- und Wärmepumpentechnologie seit vielen Jahren keine Stromfresser mehr. Ganz im Gegenteil: Die Wäsche kommt knitterfrei und trocken aus der Trommel. Das Bügeln und der damit verbundene (bei weitem höhere) Stromverbrauch fallen weg.

Die Gesamtbilanz der Wärmepumpentechnologie versus Trocknen auf der Leine in einem Raum fällt ebenfalls positiv zugunsten des Trockners aus. Der Raum muss gelüftet werden, der damit verbundene Temperaturverlust wieder aufgeheizt werden. Laut Studie (Freiburger Öko-Institut) amortisiert sich ein Wärmepumpentrockner in diesem Fall innerhalb seiner Nutzungsdauer.

Wovon hängt Stromverbrauch beim Trocknen ab?

Neben der grundlegenden Trocknertechnologie (Wärmepumpe, Kondensation, Abluft) hängt der Stromverbrauch und die Trocknungsdauer für einen Zyklus von der

    • Art
    • Menge
    • Feuchtigkeit

der nassen Wäsche ab. Je höher die Schleuderleistung der Waschmaschine, desto kürzer und stromsparender wird das Trocknen. Für ein effizientes Trocknen ist eine Schleuderleistung von rund 1.400 Umdrehungen/Minute der Waschmaschine ausreichend.

EnergieklasseEnergieersparnis gegenüber Kategorie AJahresverbrauch Wärmepumpentrockner in kWh
A+Energieklasse-31%Energieersparnis gegenüber Kategorie A258Jahresverbrauch Wärmepumpentrockner in kWh
A++Energieklasse-44%Energieersparnis gegenüber Kategorie A211,5Jahresverbrauch Wärmepumpentrockner in kWh
A+++Energieklasse-54%Energieersparnis gegenüber Kategorie A158Jahresverbrauch Wärmepumpentrockner in kWh

Tabelle: Bandbreite des Energieverbrauchs von Wärmepumpentrockner in den drei Energieeffizienzklassen im Standardprogramm; abhängig von Modell und Hersteller.

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Eine Übersicht über die sparsamsten Wäschetrockner finden Sie auf www.topprodukte.at

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Wie viel Feuchtigkeit gelangt in die Luft?

Die Kondensationseffizienzklasse eines Trockners gibt an, wie viel Feuchtigkeit der Trockner an die Luft abgibt. Je weniger Feuchtigkeit, desto besser.

Die Klassen sind eine Kennzahl am EU-Energieeffizienzlabel und werden mit Buchstaben bezeichnet. Die bis dato beste Kondensationseffizienzklasse A bedeutet, dass 0 bis 10 Prozent vom gesammelten Wasser (= Feuchtegehalt nasser Wäsche nach dem Waschen und Schleudern) an die Umgebung abgegeben wird. Dies lässt auf eine sehr gute Abdichtung des Geräts schließen.

Ein Beispiel:
8 kg nasse Wäsche enthält 4,5 Liter Wasser. Nach dem Trocknen sind rund 4 Liter im Kondensationsbehälter enthalten. 0,5 Liter wurden also in die Luft abgegeben, umgerechnet 11 Prozent. Dieser Wert bestimmt die Kondensationseffizienzklasse.

Besonderes Augenmerk auf die Kondensationseffizienzklasse von Trocknern sollte man insbesondere dann legen, wenn man in einem Passivhaus wohnt oder den Trockner in anderen, besonders gut abgedichteten Räumen aufstellen möchte. Je weniger Feuchtigkeit abgegeben wird, desto geringer die Möglichkeit, dass im Raum hohe Feuchtigkeit (Schimmelbildung) entsteht.

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Trocknen bei Zimmerlautstärke

Trockner sind vom Trocknungsvorgang her etwas lauter als das Waschen, aber leiser als das Schleudern von Waschmaschinen. Hauptsächlich ist das Zirkulieren des Luftstroms für die Geräuschentwicklung verantwortlich.

Grundsätzlich arbeiten Trockner von Markenherstellern mit rund 60 dB(A). Wärmepumpentrockner sind mit rund 65 dB(A) systemtechnisch bedingt geringfügig lauter als herkömmliche Kondensationstrockner.

Die Geräuschemissionen von Trocknern werden je nach Hersteller mit folgender Ausstattung reduziert:

  • Seitenwände und Oberflächen werden mit Vlieseinlagen gedämmt. Diese absorbieren die Geräusche und dämmen die Vibrationen des Geräts.
  • Markengeräte werden immer stabiler gebaut und erzeugen weniger Vibrationen.
  • Die Lüftungsräder, die durch den Luftstrom bewegt werden, sind bei Top-Geräten gesondert abgedeckt.
TIPP

Manche Markenhersteller bieten ein Trockenprogramm „Extra leise“ an: Die Trommel und das Lüfterrad drehen sich bei diesem Programm langsamer. Das Trocknen dauert dadurch zwar länger, aber der Vorgang ist leiser – rund 56 dB(A).

Geräuschquellen im Vergleich

Die Lautstärke ist eine Kennzahl von Waschmaschinen, Trocknern und Waschtrocknern auf den entsprechenden EU-Energieeffizienzlabeln. Die Angabe erfolgt als Schallleistung in Dezibel dB(A) re 1 PW, die in einer kalibrierten Zelle direkt am Gerät ohne Entfernung gemessen wird und eine objektiv vergleichbare Größe darstellt – im Gegensatz zur „Lautstärke“, dem Schalldruck, der sehr subjektiv wahrgenommen wird. 50 Dezibel sind etwa so laut wie ein normales Gespräch.

SchallquellenSchalldruckpegel in dB
SchmerzschwelleSchallquellen130Schalldruckpegel in dB
AutohupenSchallquellen90Schalldruckpegel in dB
Rand einer Verkehrsstraße 5mSchallquellen80Schalldruckpegel in dB
Staubsauger in 1m EntfernungSchallquellen70Schalldruckpegel in dB
Normale Sprache in 1m AbstandSchallquellen60Schalldruckpegel in dB
Normale Wohnung, ruhige EckeSchallquellen50Schalldruckpegel in dB
Ruhige Bücherei, allgemeinSchallquellen40Schalldruckpegel in dB
Ruhiges Schlafzimmer bei NachtSchallquellen30Schalldruckpegel in dB
Flüstern, ruhiges ZimmerSchallquellen20Schalldruckpegel in dB
Blätterrascheln in der Ferne, normales AtmenSchallquellen10Schalldruckpegel in dB
HörschwelleSchallquellen0Schalldruckpegel in dB

Die Lautstärke ist eine subjektiv wahrgenommene Eigenschaft. Physikalisch unterscheidet man die „Schallleistung“ (Welche objektiv messbare Lautstärke gibt das Gerät ab?) vom „Schalldruck“ (also dem Schall, der beim Empfänger ankommt). Das menschliche Gehör wird mit wachsendem Schalldruck immer empfindlicher.