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Waschen & Trocknen

Welche Waschprogramme brauche ich?

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Welche Waschprogramme gibt es?

Waschmaschinen passen sich immer mehr dem veränderten Lebensstil an: Niemand nimmt sich noch gern Zeit, Flecken vorzubehandeln oder Wolle mit der Hand zu waschen. Auch die schnelle Wäsche nach dem Sport oder das einfache Entfernen von Gerüchen (Auffrischen) übernehmen moderne Geräte nebenbei.

Markenhersteller bieten eine große Zahl an unterschiedlichen Waschprogrammen, die sich optimal auf die individuelle Wäsche einstellen. Je nach Programmwahl wäscht die Maschine mit unterschiedlicher Temperatur, Wassermenge, Zahl der Umdrehungen und Waschmittelmenge.

1. Standardprogramme:

Standardprogramme umfassen verschiedene Waschprogramme mit unterschiedlichen Temperaturen (30°C, 40°C, 60°C, 90°C), die für haushaltsübliche Textilien und Materialien wie Baumwolle, Leinen, Mischgewebe, Koch- oder Buntwäsche, Synthetik oder Feinwäsche geeignet sind.

Normal 60°Buntwäsche 30°/40°/60°Eco 60°Feinwäsche 30°
Pflegeleicht 30°Normal 60°Kochwäsche 90°Buntwäsche 30°/40°/60°BaumwolleEco 60°Synthetik 30°Feinwäsche 30°

Tabelle: Standard-Waschprogramme

2. Spezialprogramme:

Spezialprogramme ergänzen die Standardfunktionen um spezielle Wäschen, die gradgenau auf unterschiedliche Stoffe, Haushaltstextilien und Materialien abgestimmt sind und diese optimal behandeln (Daunen, Gardinen …). Spezialprogramme erleichtern die tägliche Hausarbeit beträchtlich.

AuffrischenAutomatikDaunenDampfglätten
Dunkle FarbenAuffrischenGardinenAutomatikGlättenDaunenHandwäscheDampfglätten
HygieneAuffrischenImprägnierenAutomatikJeansDaunenLeichtbügelnDampfglätten
OberhemdenAuffrischenOutdoorAutomatikSeideDaunenSportschuheDampfglätten
WolleAuffrischenAutomatikDaunenDampfglätten

Tabelle: Spezial-Waschprogramme

3. Kurzprogramme:

Für die schnelle Wäsche zwischendurch (nach dem Sport oder für die erste Wäsche von neu gekauften Textilien) bieten moderne Waschmaschinen extrem kurze Programme bei maximal 30°C an. Die Waschdauer reicht von nur 15 Minuten (für 1 kg Trockenwäsche) bis 20 oder 30 Minuten (3 kg).

4. Spar/Eco/Kaltwasserprogramme:

Die sparsamsten Programme verbrauchen für 3 kg Baumwolle- oder pflegeleichte Wäsche nur 0,1 kW Strom pro Waschgang. Auch Kaltwasserprogramme werden zunehmend optimiert: Bei 15°C wird wenig verschmutzte Wäsche mittlerweile so sauber wie mit 40°C (mit normalem Waschmittel). 70 Prozent Energie können so eingespart werden. Durch asymmetrische Trommelbewegungen kann das Waschmittel tiefer in die Wäsche dringen.

5. Automatikprogramme:

Moderne Waschmaschinen sind mit Sensoren ausgestattet und können dadurch den Verschmutzungsgrad der Wäsche (genaugenommen des Wassers) eigenständig erkennen. Das Waschen (Temperatur, Wassermenge, Umdrehungen) stellen die Geräte automatisch darauf ein. Automatikprogramme sind für strapazierfähige Textilien geeignet. Ebenfalls automatisch können Waschmaschinen das Gewicht der Schmutzwäsche („Mengenautomatik“) erkennen und passen Wassermenge und Waschvorgang ebenfalls automatisch an.

6. Individuelle Programme:

Es ist in vielerlei Hinsicht praktisch, sein individuelles Waschprogramm speichern zu können – etwa, wenn Sie oft die gleiche Menge und gleichen Textilmix waschen oder jemand anders die Wäsche übernehmen soll. Moderne Waschmaschinen haben dafür eine Memory-Funktion.

7. Trommelreinigungsprogramm:

Die Trommel kann mit diesem Programm vollautomatisch auf Knopfdruck gereinigt werden.

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Waschoptionen

Zuwählbare Waschoptionen sind keine eigenständigen Waschprogramme, sondern können je nach Bedarf zu einem Waschprogramm hinzugewählt werden. Dazu zählen etwa:

BioBügelleichtDampfglättenEinweichen
Extra LeiseExtra spülenFleckenoptionHygiene
Mehr WasserSchleudernVorwäscheStärken

Tabelle: Zuwählbare Waschoptionen

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Welche Waschprogramme eignen sich speziell für …?

Für Fasern wie Leinen, Baumwolle, Viskose und Synthetik gelten zunehmend die gleichen Waschempfehlungen. Gleichzeitig gibt es mehr Mischgewebe, die eine gesonderte Behandlung notwendig machen: Modal, Mikrofaser, Membrantextilien. Daher stellen sich nicht nur die Waschmittel besser auf diese Fasern ein, sondern auch die Waschprogramme: Temperatur, Wassermenge, Umdrehungen, Waschdauer und Schleuderleistungen werden je nach Waschprogramm für die bestmögliche Pflege der Wäsche optimiert.

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Smarte Helfer für den sparsamen Umgang mit Waschmittel

Das Waschmittel (Flüssig- und Pulver) trägt beim Waschen am meisten zu den Kosten bei und sollte mit Bedacht auf Umwelt, Wäsche und Geldbörse richtig dosiert werden. Wenn vorhanden, ist die Verwendung einer Dosierautomatik unbedingt zu empfehlen. Denn Waschmitteldosierung erscheint einfach, aber Faktum ist, dass laut Studien 9 von 10 Personen falsch dosieren. Mit Dosierautomatiken lassen sich bis zu 10 Liter Waschmittel pro Jahr sparen.

Richtige Dosierung

Die richtige Dosierung hängt von Faktoren wie Wasserhärte, Verschmutzungsgrad, Beladungsmenge, Trommelgröße und der Textilart ab. Falsche Dosierung beeinflusst das Waschergebnis enorm. Generell wird eher zu viel als zu wenig Waschmittel benutzt. Doch beides hat Nachteile:

Überdosierung verursacht Schaumbildung:

  • Schlechteres Reinigungsergebnis, weil Waschmechanik beeinträchtigt wird
  • Sichtbare Waschmittelrückstände
  • Erhöhter Wasserverbrauch, um Waschmittel abzuspülen
  • Hohe Umweltbelastung
  • Allergierisiko durch Waschmittelrückstände, vor allem bei niedrigen Waschtemperaturen

Unterdosierung mindert das Waschergebnis:

  • Wäsche wird grau und hart durch Verkalkung
  • Kalkablagerungen am Heizelement in der Waschmaschine
  • Wäsche wird nicht sauber (Flecken bleiben sichtbar)
  • „Fettläuse“ (auch Seifenläuse) können entstehen – Reste von Hautfett, Cremen, Salben
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Wie lange dauern Waschprogramme?

WaschprogrammWaschdauer in h:minTemperatur (Waschwirkung in °)Wasserverbrauch pro Waschgang in LiterStromverbrauch pro Waschgang in kW
Standard BaumwolleWaschprogramm2:20Waschdauer in h:min60°Temperatur (Waschwirkung in °)50Wasserverbrauch pro Waschgang in Liter0,9Stromverbrauch pro Waschgang in kW
BuntwäscheWaschprogramm2:05Waschdauer in h:min40°Temperatur (Waschwirkung in °)43Wasserverbrauch pro Waschgang in Liter0,58Stromverbrauch pro Waschgang in kW
KochwäscheWaschprogramm2:29Waschdauer in h:min90-95°Temperatur (Waschwirkung in °)65Wasserverbrauch pro Waschgang in Liter2,20Stromverbrauch pro Waschgang in kW
Feinwäsche/PflegeleichtWaschprogramm0:50Waschdauer in h:min30°Temperatur (Waschwirkung in °)40-52Wasserverbrauch pro Waschgang in Liter0,4Stromverbrauch pro Waschgang in kW
EcoWaschprogramm1:00Waschdauer in h:min40°Temperatur (Waschwirkung in °)19Wasserverbrauch pro Waschgang in Liter0,45Stromverbrauch pro Waschgang in kW
Schnell/KurzWaschprogramm0:15Waschdauer in h:min30°Temperatur (Waschwirkung in °)20Wasserverbrauch pro Waschgang in Liter0,15Stromverbrauch pro Waschgang in kW

Tabelle: Durchschnittliche Werte je Waschprogramm. Hinweis: die Werte sind von vielen verschiedenen Faktoren abhängig und variieren stark nach Modell und Hersteller. Die Angaben dienen zur groben Orientierung. Die genauen Verbrauchswerte finden Sie auf den Produktbeschreibungen der Hersteller. Waschmaschinen haben ein Fassungsvolumen von 5-9kg.

TIPP

Um besonders sparsam zu waschen, benötigt Ihre Waschmaschine mehr Zeit! Je sparsamer das Waschprogramm, desto länger die Waschdauer.

Mehr technische Informationen zu Waschmaschinen unter Wasserverbrauch und Stromverbrauch.

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Das Herz der Waschmaschine

Die Trommeln von Waschmaschinen sind essenziell für eine schonende Wäschepflege. Der Innenraum aus Edelstahl ist so gestaltet, dass die Wäsche während des Waschvorgangs effizient bewegt wird. In der Trommel befinden sich mehrere so genannte Mitnehmer oder Trommelrippen, die die Wäsche in Bewegung versetzen und symmetrisch oder asymmetrisch platziert sind. Besonders wichtig ist die Oberfläche des Innenraums: Ideal sind Schontrommeln, die kleine Löcher und eine große perforierte Fläche kombinieren.

Die Größe der Trommeln von Waschmaschinen bestimmt deren Fassungsvermögen. Um das Fassungsvermögen noch weiter zu steigern, werden die Zylinder immer tiefer – bei gleicher Gerätetiefe. Je größer die Trommel, desto sanfter das Waschen zur Wäsche. Auch wird die Reinigungsleistung erhöht und der Verbrauch gesenkt. Zudem kommt die Wäsche aus größeren Trommeln knitterfrei heraus.

Wäscheschonende Oberfläche

Waben, Tropfen, Schuppen, Rauten … Die spezielle Oberflächenstruktur im Inneren von Waschmaschinentrommeln erzeugt einen dünnen Wasserfilm, auf dem die Wäsche wie auf kleinen Wasserkissen schwimmt. Die mechanische Belastung wird dadurch um 70 Prozent reduziert. Die Größe und Form der Struktur beeinflussen auch den Wasserabfluss und dadurch die Schleuderleistung einer Waschmaschine.

Spezialmodelle unter den Waschmaschinen warten zudem mit einer Thermo-Schontrommel auf, deren Trommelwand erwärmt werden kann („Vorbügeln“). Dank der größeren Waben auf der Oberfläche und der Wärme wird die Wäsche bereits in der Waschmaschine geglättet.

Mitnehmer und Löcher

Aber nicht nur auf die Größe der Trommeln kommt es an, sondern auch auf die Mitnehmer und Zahl und Größe der Löcher. Kleinere Löcher bewirken, dass die Wäsche bei hohen Schleuderzahlen nicht mehr in die Löcher hineingepresst wird und so das Gewebe weniger strapaziert wird.

Qualitätsprodukte erkennt man im Übrigen daran, dass die Außenfläche der Trommeln, die man üblicherweise nicht sieht, ebenmäßig glatt ist – nur so wird verhindert, dass sich Gewebefäden an der Außenseite der Trommel verheddern und im Lieblingskleid Fäden gezogen werden.

Üblicherweise haben Markenprodukte 2 oder 3 Mitnehmer, die gewellt oder abgeschrägt an der Innenseite der Trommeln angebracht sind. Die speziellen Formen garantieren ein besonders sanftes „Angreifen“ und Umwuchten der Kleidung und verhindern unnötige Faltenbildung.

LED-Innenbeleuchtung

Top-Modelle von Waschmaschinen sind mit einer Trommel-Innenbeleuchtung ausgestattet (natürlich mit stromsparenden LED-Licht). Das Be- und Entladen der Trommeln ist deutlich effizienter, kein Socken wird mehr übersehen. Gerade wenn das Gerät in dunkleren Räumen steht, ist eine Beleuchtung ein sehr nützlicher Komfort. Das Licht schaltet sich während der Programme ab.

Beladungssensoren

Beladungssensoren berechnen das optimale Programm (Wasch- und Spüldauer, Geschwindigkeit und Umdrehung der Trommel) wie auch die benötigte Wassermenge. Teilweise wird auch eine Dosierempfehlung für die richtige Menge von Waschmittel abgegeben. Umgekehrt kann für jedes Programm die optimale Beladung angezeigt werden, um Überbeladung zu vermeiden.

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Komfort mit modernen Displays

Die Bedienblenden sind bei neuen Geräten nach hinten abgeschrägt, um eine ergonomischere Bedienung zu ermöglichen. Es gibt zahlreiche Bedienungskonzepte für die Programmauswahl. Bei älteren Modellen ist ein drehbarer Programmwahlschalter am geläufigsten. Alternativen sind zwei Drehwahlschalter: einer für die Temperatur und einer für die Programmwahl oder Drucktaster für die Programm- und Temperaturwahl.

Moderne Geräte verfügen über einen Touchscreen, über den sich die Einstellungen vornehmen lassen. Vorteil davon ist, dass sich die Bedienung intuitiver gestalten lässt. Darüber hinaus sind so gut wie alle Produkte inzwischen mit einem Display ausgestattet, in dem die angewählten Funktionen, die Restlaufzeit und Fehlermeldungen angezeigt werden können.

Startzeitvorwahl

Wäschepflege nach Zeitplan: Mit der Startvorwahl können Sie frei bestimmen, wann das nächste Waschprogramm beginnen soll. Das ist besonders vorteilhaft, wenn Sie Nachtstromtarife nutzen möchten oder wenn das Programm frisch beendet sein soll, wenn Sie z. B. von der Arbeit nach Hause kommen. Sie können den Start eines Programms um bis zu 24 Stunden im Voraus programmieren.

Einzelne Hersteller bieten auch eine Zeitoption an, zu der das Programm fertig sein soll („Fertig in“). Im Regelfall weiß man, wann man die saubere bzw. trockene Wäsche benötigt, aber nicht wie lange das Gerät dafür braucht.

Restzeitanzeige

Auf dem Display von Waschmaschinen und Trocknern zählt die Programmlaufzeit rückwärts und zeigt somit an, wie lange das gewählte Programm noch dauert. So kann die verbleibende Restzeit besser genutzt werden. Gegebenenfalls informiert auch ein akustisches Signal über das Ende des Programms.

Individuelle Programmierung

Es ist in vielerlei Hinsicht praktisch, sein individuelles Waschprogramm speichern zu können – etwa, wenn Sie oft die gleiche Menge und gleichen Textilmix waschen oder jemand anders

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Tipps zum Schutz von Form und Farbe

Was früher undenkbar war, ist heute Standard: Nicht nur unempfindliche Textilien wie Baumwolle, Leinen, Mischgewebe, sondern auch sorgsam zu behandelnde Stoffe wie Seide, Wolle oder Synthetik-Materialien können heute problemlos in der Waschmaschine gewaschen werden – und das ganz ohne Verlust in Qualität, Farbe und Optik.

Ziel professioneller Wäschepflege im Haushalt ist es, die Trage- und Textileigenschaften zu erhalten, also die Oberfläche, Luftdurchlässigkeit, Farben und Form der Kleidung.

Was kann man zuhause also tun, um die Wäsche optimal zu waschen?

1. Schmutzwäsche vor dem Waschen nach Farbe und Art sortieren
2. Taschen leeren
3. Reißverschlüsse schließen
4. Kissenbezüge zuknöpfen
5. Wäschenetz für kleine Teile, vor allem BHs (Bügel!)
6. Neue Wäsche separat waschen, weil sie ausfärbt
7. Wäsche auseinandergefaltet in die Trommel geben
8. Pflegekennzeichnung beachten (Pflegesymbole)
9. Waschmittel beachten: Pulver enthält meistens Bleichmittel (ideal für weiße Wäsche), Flüssigwaschmittel nicht (ideal für bunte oder schwarze Wäsche)
10. Schmutz wie Erde, Staub, Schweiß, Keime, Flecken entfernen

 

 

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So halten Sie Ihre Waschmaschine sauber und rein

Mit diesen 5 Hygienetipps haben Gerüche, Keime oder Schimmel in der Waschmaschine keine Chance:

    1. Gewaschene Wäsche möglichst rasch aus der Maschine nehmen
    2. Regelmäßig Faltenbalg abwischen, um Ablagerungen zu vermeiden. Diese können den Frischeduft der frisch gewaschenen Wäsche beeinträchtigen
    3. Dosierschublade, Tür öffnen und austrocknen lassen: Damit wird vermieden, dass sich geruchsverursachenden Bakterien und Schimmel bilden
    4. Waschmittelkammer reinigen: Die Dosierkammer sollte regelmäßig von Waschmittelrückständen befreit werden. Bei hochwertigen Modellen gibt es auch eine automatische Selbstreinigung der Dosierkammer: Dank starker Wasserstöße wird das Waschmittel rückstandslos aus der Kammer gespült und bleibt auch nicht Ecken kleben.
    5. Hygieneprogramm mit Spezialtabs durchlaufen lassen: Es wird empfohlen, einmal im Monat ein 60°C oder 90°C-Programm zur Maschinenreinigung ohne Beladung durchzuführen, um Keime bzw. Biofilm-Ablagerungen zu beseitigen. Legen Sie dafür einen handelsüblichen Waschmaschinen-Reiniger in das Spülfach.
TIPP

Eigene Programme zur Selbstreinigung garantieren ein hygienisch sauberes Innenleben und sichern die Langlebigkeit der Waschmaschine. Durch das Aufheizen des Geräts auf 70°C werden sämtliche Verschmutzungen gelöst und aus der Maschine geschwemmt.