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Spülen

Wie viel Strom und Wasser verbraucht mein Geschirrspüler

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Stromverbrauch: 30 Prozent Strom sparen

Stromverbrauch Geschirrspüler

Der jährliche Energieverbrauch wird auf dem EU-Energielabel in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) angegeben. Dabei werden 280 Programmzyklen des Normalprogramms und der Jahresenergieverbrauch Standby (bei ein- und ausgeschaltetem Gerät) von 60 cm breiten Geräten zu Grunde gelegt. Zur Berechnung des Jahresenergieverbrauchs werden auch die Programmlaufzeiten berücksichtigt.

Moderne Geschirrspülmaschinen der Effizienzklasse A+++ verbrauchen maximal 237 kWh Strom bei 280 Spülgängen, ältere Maschinen (mehr als 10 Jahre) rund 365 kWh. Die Ecodesign-Verordnung 1016/2010 verbietet übrigens seit Dezember 2011 den Verkauf von Geschirrspülern der Energieeffizienzklasse B und schlechter. Es sind mittlerweile Modelle von Markenherstellern am Markt, die mit Jahres-Stromverbrauch von 194 kWh den Grenzwert von A+++ um 10 Prozent unterbieten.

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Ein A+++ Gerät verbraucht rund 30% weniger Strom als ein A-Gerät. A++ Modelle verbrauchen rund 21 % weniger Strom, A+ 11 % weniger Strom. Eine Übersicht über die sparsamsten Geschirrspülter finden Sie auf www.topprodukte.at.

Im Schnitt verbraucht ein Geschirrspüler pro Spülgang 0,9 bis 1,6 kWh. Zum Vergleich: ein Computer verbraucht pro Stunde etwa 0,2 kWh, ein Flachbildfernseher 0,09 Watt pro Stunde, ein Cerankochfeld 0,24 kWh.

Schätzungen zufolge trägt der Geschirrspüler in einem durchschnittlichen Haushalt zu 6,3 Prozent der Stromkosten bei (Statistik Austria, Verteilung der Ausgaben für Energie in einem Durchschnittshaushalt 2012). Den Großteil des Energiebedarfs beim mechanischen Spülen macht die Erwärmung des Wassers aus.

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Wasserverbrauch: Weniger ist mehr

Wasserverbrauch Geschirrspüler

Der Wasserverbrauch wird in Litern angegeben – basierend auf 280 Spülgängen im Standardprogramm, mit Standard-Beladung (Maßgedecken) und Standard-Beschmutzung (Milch, Eier, Haferflocken, Tee, Faschiertes, Spinat und Margarine). In den meisten Herstellerbroschüren werden auch der Wasser- und Stromverbrauch pro Spülgang (im Normalprogramm) angegeben. Der Grenzwert für eine A+++ Klassifizierung liegt bei 1.960 Litern pro Jahr, im Vergleich zu mehr als doppelt so viel noch vor 10 Jahren.

Moderne Geräte verbrauchen 40 % weniger Wasser als 10 Jahre alte Modelle. Die sparsamsten Geschirrspüler verbrauchen heute nicht mehr als 7 Liter für das Spülen von 13, wenig verschmutzten Maßgedecken.

Einige Hersteller arbeiten auch mit Wassertanks, was den Wasserverbrauch noch weiter reduzieren kann (laut Herstellerangaben auf bis zu 6 Liter). Hier wird das Wasser zum Klarspülen gefiltert, in einem Tank gespeichert und beim nächsten Spülgang zum Vorspülen verwendet.

Durchschnittlich wird ein voll beladener Geschirrspüler (13 Maßgedecke) mit 10 bis 13 Liter sauber. Für ein Maßgedeck (also 3 Teller, 1 Tasse mit Untertasse, 1 hohes Glas, Gabel, Messer, 2 Löffel) fallen rund 0,5 bis 1 Liter Wasser an. Mit dieser Menge mit der Hand zu spülen, wäre kaum möglich.

Der tatsächliche Wasserverbrauch hängt von der Nutzung des Geräts ab und natürlich von den Spülprogrammen, die entsprechend der Verschmutzung des Geschirrs gewählt werden. Im „Automatikprogramm“ verbrauchen Geschirrspüler dank intelligenter Sensortechnologie am wenigsten Wasser und Strom – das Gerät passt die Ressourcen während des Spülens laufend an.

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Verbrauch pro Spülprogramm

Die folgende Tabelle bietet eine Übersicht über den durchschnittlichen Verbrauch je Spülprogramm:

SpülprogrammDauerTemperaturWasserverbrauchStromverbrauch
Spülprogramm(in h:min)Dauer (in °C)Temperatur(in Liter)Wasserverbrauch(in kWh)Stromverbrauch
Alle Angaben pro SpülgangSpülprogrammDauer TemperaturWasserverbrauchStromverbrauch
* je nach VerschmutzungSpülprogrammDauer TemperaturWasserverbrauchStromverbrauch
NormalSpülprogramm1:20-2:00Dauer 55-65Temperatur11-14Wasserverbrauch1,10-1,35Stromverbrauch
Automatik *Spülprogramm0:40-2:45Dauer 40-70Temperatur6,5-16Wasserverbrauch0,60-1,45Stromverbrauch
KurzSpülprogramm0:30-0:50Dauer 40-45Temperatur10-11Wasserverbrauch0,65-0,85Stromverbrauch
IntensivSpülprogramm2:15-3:00Dauer 45-75Temperatur12,5-15Wasserverbrauch1,40-1,60Stromverbrauch
SchonSpülprogramm0:55-1:54Dauer 40-57Temperatur10,5-14Wasserverbrauch0,70-0,90Stromverbrauch
Spar/EcoSpülprogramm3:15-5:00Dauer 50Temperatur10-11Wasserverbrauch0,82-0,93Stromverbrauch

Tabelle: Verbrauchswerte pro Spülprogramm. Hinweis: die Verbrauchswerte sind von vielen verschiedenen Faktoren abhängig und variieren auch stark je nach Modell und Hersteller. Die Angaben dienen zur groben Orientierung. Die genauen Angaben finden Sie auf den Produktbeschreibungen der Hersteller.

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Sprühzonen

So kommt das Wasser in alle Ecken und Winkel

Für sauber gereinigtes Geschirr sind auch die Zahl und Anordnung der Sprüharme und Sprühzonen entscheidend. Im Vergleich zu älteren Geschirrspülern haben sich die Technologien auch hier weiterentwickelt, die eine gleichmäßige, gründliche und vor allem sparsame Reinigungsleistung möglich machen. Bei Top-Modellen von einzelnen Herstellern sind die Sprüharme aus Edelstahl.

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Wie leise sind moderne Geschirrspüler wirklich?

Lautstärke Geschirrspüler

Mit dem neuen EU-Energielabel werden erstmals auch die Geräuschemissionen von Geschirrspülern verpflichtend deklariert. Die Angabe erfolgt als Schallleistung in Dezibel dB(A) re 1 PW, die in einer kalibrierten Zelle direkt am Gerät ohne Entfernung gemessen wird und eine objektiv vergleichbare Größe darstellt – im Gegensatz zur „Lautstärke“, dem Schalldruck, der sehr subjektiv wahrgenommen wird.

Das Energielabel nimmt mit der neuen Kennzeichnung Rücksicht auf die neuen Wohntrends und Lebensgewohnheiten in modernen Haushalten. Küchen sind immer öfters als Wohnküchen gebaut, das heißt das Wohnzimmer und die Küche sind in einem offenen Grundriss miteinander verbunden. Wenn die Hausgeräte in Betrieb sind, wird dies eher wahrgenommen als in geschlossenen Küchen.

Spülen, leise wie in der Bibliothek

Tatsache ist: moderne Geschirrspüler spülen so leise wie nie zuvor. Spezielle Programmsteuerung und neue Motortechnik (z.B. bürstenlose Motoren, Inverter-Motoren) senken die Geräuschentwicklung auf ein Niveau, wie sie etwa in einer Bücherei herrscht. Zudem tragen optimierte Wasserführung, Pumpenkreisläufe, Gehäusestrukturen, Geräuschisolationen und Wechselspültechnik (abwechselndes Spülen durch den unteren und oberen Sprüharm) zur Schalldämpfung bei.
Die Geräuschemissionen von Geschirrspülern rangieren derzeit von 37 der leisesten Geräte bis 42 Dezibel, der marktüblichen Schallleistung von Markengeräten. Doch was bedeuten diese Werte nun im Vergleich?

SchallquellenSchalldruckpegel in dB
SchmerzschwelleSchallquellen130Schalldruckpegel in dB
AutohupenSchallquellen90Schalldruckpegel in dB
Rand einer Verkehrsstraße 5 mSchallquellen80Schalldruckpegel in dB
Staubsauger in 1 m EntfernungSchallquellen70Schalldruckpegel in dB
Normale Sprache in 1 m AbstandSchallquellen60Schalldruckpegel in dB
Normale Wohnung, ruhige EckeSchallquellen50Schalldruckpegel in dB
Ruhige Bücherei, allgemeinSchallquellen40Schalldruckpegel in dB
Ruhiges Schlafzimmer bei NachtSchallquellen30Schalldruckpegel in dB
Flüstern, ruhiges ZimmerSchallquellen20Schalldruckpegel in dB
Blätterrascheln in der Ferne, normales AtmenSchallquellen10Schalldruckpegel in dB
HörschwelleSchallquellen0Schalldruckpegel in dB

Tabelle: Schallquellen mit Schalldruckpegel in dB

Als Faustregel gilt: Eine Erhöhung des Schalldruckpegels um +10 dB wird subjektiv als Verdoppelung der vorhergehenden Lautstärke wahrgenommen. Eine Unterhaltung mit 40 dB(A) ist somit nicht viermal so laut wie das normale Atmen mit 10 dB(A), sondern achtmal lauter. Die Verdoppelung einer Lärmquelle (z.B. von 20 auf 40 PKWs) verursacht hingegen eine Zunahme des Schalldruckpegels um 3 dB(A).

Die Lautstärke ist also eine subjektiv wahrgenommene Eigenschaft. Physikalisch unterscheidet man die „Schallleistung“ (Welche objektiv messbare Lautstärke gibt das Gerät ab?) vom „Schalldruck“ (also dem Schall, der beim Empfänger ankommt). Das menschliche Gehör wird mit wachsendem Schalldruck immer empfindlicher.

Übrigens

Die kleinste Unterschied in der Lautstärke, den das menschliche Ohr erkennen kann, sind 3 dB.

Wovon hängt die Lautstärke von Geschirrspülern ab?

Die Messung der Schallleistung von Geschirrspülern erfolgt in einer kalibrierten Zelle und es herrschen für alle Hersteller dieselben Bedingungen. Die Geräusche entstehen durch Pumpen und die Wasserstrahlen, die auf die Seitenwände des Innenbehälters und die Tür treffen. Die Menge und Art des Isolationsmaterials beeinflusst, wie sehr die Schalleistung nach außen dringt. Durch die Normbedingungen ist diese Schalleistung der Geräte vergleichbar.

Die wahrgenommene Lautstärke hängt hingegen von vielen Faktoren ab, z.B.

Ist es ein Einbaugeschirrspüler oder ein Standgerät?
Ein eingebauter Geschirrspüler wird üblicherweise als leiser wahrgenommen als ein Standgerät.

Auf welchem Boden steht die Spülmaschine?
Beton- oder Steinböden leiten Schallwellen stärker als Kunststoffböden.

Mit wie viel (und mit welchem) Geschirr ist der Geschirrspüler beladen?
Ein halb beladener Geschirrspüler deutlich lauter als ein voller. Porzellan ist leiser als Gläser oder Metallgeschirr.

Welches Spülprogramm läuft?
Intensivprogramme, die zur Reinigung einen hohen Wasserdruck benötigen, spülen lauter als zum Beispiel Schonprogramme.

Wie laut sind die Umgebungsgeräusche in der Küche?
Wird in einer Wohnung normal laut gesprochen, sind dies 50 bis 60 dB, das heißt lauter, als die Geräuschemission von Geschirrspülern.

Wie weit steht der Geschirrspüler entfernt?
Mit jeder Verdopplung der Entfernung zwischen Schallquelle und dem Ohr nimmt der Schallpegel um 6 dB ab.

Übrigens

Je mehr Geschirr in der Spülmaschine, desto leiser spült er!

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Dosierassistenten für Tabs, Gel und Pulver

Für das Spülen mit dem Geschirrspüler stellt sich vielen eine Grundsatzfrage: Verwende ich Tabs, Gel oder Pulver? Diese Frage ist wichtig, weil das Reinigungsmittel (in welcher Form auch immer) gleichmäßig im Innenraum und auf dem Geschirr verteilt werden muss.

Multi-Tabs sind mittlerweile das am meisten genutzte Spülmittel. Sie ersparen zwar das Dosieren, aber nicht jeder Geschirrspüler ist für jedes Tab geeignet. Wenn Sie mit der Reinigungsleistung nicht zufrieden sind, versuchen Sie andere Reiniger oder Pulver aus. Idealerweise haben Geschirrspüler eine eigene Tab-Funktion, die das Spülprogramm auf das Tab anpasst.

Multifunktions-Tabs enthalten neben dem Reiniger zusätzlich einen Klarspüler und teilweise auch einen Salzersatz. Mit diesen Multifunktions-Tabs kann oftmals bis zu einer Wasserhärte von 21°dH auf die Verwendung von Klarspüler und Salz verzichtet werden. Dies hängt stark vom Hersteller ab. Wenn Sie keine Tabs verwenden, nehmen Sie Pulver, Klarspüler und Salz von einem Hersteller, da diese optimal aufeinander abgestimmt sind.

Manche Geschirrspüler haben Dosierassistenten eingebaut. Dank der Dosierassistenten fallen Spültabs aus der Reinigungskammer direkt in eine kleine Auffangschale am oberen Spülkorb und nicht unkontrolliert in den Innenbehälter. Ein gezielter Wasserstrahl löst das komprimierte Geschirrspülmittel kontrolliert und schnell auf, sodass sich dieses gleichmäßig in der Maschine verteilt und die Spülleistung optimiert wird. Der Dosierassistent kann auch mit Pulver- sowie Gelreinigern benutzt werden und sorgt für optimale Spülergebnisse.

Bei ausgewählten Herstellern gibt es eine Multitab-Funktion, die das Spülprogramm an die Wirkungsweise der Multitabs anpasst, indem sie:

  • das Zwischenspülen verkürzt
  • die Temperatur beim Klarspülen erhöht
  • die Trocknung verlängert
  • die Reinigungs- und Klarspülerphasen im Kurzprogramm verlängert
  • die Salz- und Klarspülerzugabe abschaltet

Einige Geschirrspüler mit elektronischer Steuerung passen zudem den Programmablauf automatisch an, wenn kein Klarspüler mehr vorhanden ist, um die Tabs in ihrer Wirkung zu unterstützen.