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Spülen

Wie trocken kommt das Geschirr aus dem Spüler?

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Wie wird das Geschirr nach dem Spülen trocken?

Die Trocknungsleistung gibt den Grad der Trocknung 30 Minuten nach Ende des Spülprogramms an und wird in den Kategorien A bis G angegeben. Die Einstufung erfolgt auf Basis eines genormten Sichttests, bei dem die Zahl der Wasserspuren und Nässestreifen in Relation zu mm2 gesetzt werden und daraus der „Trocknungseffizienzindex“ berechnet wird. Der Trocknungsgrad wird auch auf dem neuen EU-Energielabel ausgewiesen.

TIPP

Kategorie A bedeutet, dass das Geschirr wirklich trocken aus der Maschine kommt und kein Nachpolieren notwendig ist!

Die Trocknungsleistung ist von verschiedenen Faktoren abhängig, unter anderem vom:

  • Spülprogramm: viele Kurzprogramme verzichten auf das Trocknen
  • Art des Geschirrs: eine Beladung mit viel Kunststoffgeschirr ist schwieriger zu trocknen als bei Glas oder Porzellan
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Welche Technologien zum Trocknen sind im Einsatz?

Für die energieschonende Trocknung des Geschirrs nach dem Spülen sind in modernen Geschirrspülern unterschiedliche Technologien im Einsatz:

 

  1. Kondensation: Die meisten Hersteller nützen die Wärme des letzten Heißspülgangs für das Trocknen des Geschirrs. Da sich die Innenseite des Gerätegehäuses schneller abkühlt als das Geschirr, kondensiert der verbleibende Dampf an der Innenwand des Geschirrspülers, läuft auf den Boden und verdunstet.
  2. Mineralien: Ein neuartiges Patent ist das Zeolith-Trocknungssystem. Die Zeolith-Kugeln aus Aluminiumsilikat saugen die Feuchtigkeit vom Geschirr und geben dabei Hitze ab. Die Wärme entsteht ganz von alleine, wenn die hochporösen Kügelchen in ihren winzigen Poren Wassermoleküle einfangen. Etwa ein Kilogramm Zeolith befindet sich am Geräteboden, durch das der Dampf hindurchdurch geleitet wird. Die hochporösen Kügelchen nehmen die Wassermoleküle auf, zurück bleibt heiße, trockene Luft, die in den Innenraum geführt wird, wo sie das Geschirr blitzschnell trocknet. Dadurch verbrauchen diese Geschirrspüler weniger Strom und Wasser.
  3. Ventilatoren: Bei manchen Herstellern sind spezielle Ventilationssysteme mit doppelter Luftzirkulation im Einsatz, die nach dem Klarspülen die Feuchtigkeit im Innenraum gezielt abgesaugen und kondensieren.
  4. Automatisches Öffnen der Türen: Die automatische Öffnung der Türe nach dem Spülen, um den überschüssigen Wasserdampf auszulassen, unterstützt ebenfalls den Trocknungsvorgang. Nach 20 Minuten öffnet sich die Tür automatisch weniger Zentimeter weiter. So kann auch das Geschirr gut auskühlen. Spezielle Luftführung verhindert, dass durch den heißen Dampf die Arbeitsfläche der Küche beschädigt wird.
  5. Luftzirkulation: Spezielle Luftzirkulation (Power Dry) sorgt für außergewöhnlich gute Trockenergebnisse und sofortige Abkühlung, selbst bei Kunststoffteilen. Der besondere Vorteil liegt darin, dass beim Öffnen kein Dampf entweicht und somit die Gefahr des Ablösens der Furnier der Möbelfronten wegfällt.
  6. Neigung der Körbe: Diese wirkt sich auf das bessere Ablaufen des Wassers vom Geschirr aus und verbessert dadurch die Trocknungsleistung.