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Kühlen & Gefrieren

Wie viel Strom verbraucht ein Kühl- und Gefriergerät?

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Sparsamer als eine Energiesparlampe

Schätzungen zufolge tragen Kühlgeräte in einem durchschnittlichen Haushalt zu rund 8 % der Stromkosten bei. Es lohnt sich also, in ein stromsparendes Gerät zu investieren, nicht nur der Umwelt zuliebe.

TIPP

Als Grundregel gilt: pro 36,5 kWh, die ein Kühlschrank oder Gefrierschrank jährlich weniger verbraucht, lohnt sich ein höherer Kaufpreis von bis zu 90 Euro.

Der jährliche Energieverbrauch wird auf dem EU-Energielabel in Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) angegeben. Die Einteilung eines Kühl- und Gefriergeräts in eine Energieeffizienzklasse ist dabei abhängig von:

  • Gerätetyp
  • Fächer (Nutzinhalt und der Temperatur)
  • Stromverbrauch (unter Normbedingungen während 24 Stunden Testbetrieb)

Größere Kühlgeräte verbrauchen nicht unbedingt mehr Strom

Der tatsächliche Stromverbrauch zuhause hängt stark von der Nutzung und vom Aufstellungsort des Kühlgeräts ab. Auch gilt: Ein größerer Nutzinhalt führt nicht notwendigerweise zu einem höheren Stromverbrauch! Wie moderne, energieeffiziente Kühlschränke und Gefrierschränke Strom sparen, erfahren Sie unter Energiesparen.

TIPP
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Die sparsamsten Kühlgeräte der Kategorie A+++ verbrauchen nur halb so viel Energie wie eine Energiesparlampe! Eine Übersicht über die sparsamsten Geräte finden Sie auf www.topprodukte.at.

Die Kühl-Technologien entwickeln sich ständig weiter, daher sind sowohl Kühlschränke, Kühl-Gefrier-Kombinationen, Gefrierschränke als auch Gefriertruhen bereits in der Energieeffizienzklasse A+++ erhältlich. Ausgewählte Hersteller gehen noch weiter und haben supersparsame Modelle am Markt, die um weitere 20 Prozent sparsamer sind als der Grenzwert zu A+++.

Der Energieverbrauch konnte in den vergangenen 20 Jahren um über 60 % gesenkt werden: Ein A+++ Kühlgerät verbraucht heute rund 60% weniger Strom als ein A-Gerät. A++ Modelle verbrauchen rund 40 % weniger Strom, A+ 20 % weniger Strom.

EnergieeffizienzklasseEnergieersparnis gegenüber Kategorie AEnergieverbrauch Kühlschrank (in KWh/Jahr)Energieverbrauch Gefrierschrank (in KWh/Jahr)
A+Energieeffizienzklasse- 20 %Energieersparnis gegenüber Kategorie A118Energieverbrauch Kühlschrank (in KWh/Jahr)191Energieverbrauch Gefrierschrank (in KWh/Jahr)
A++Energieeffizienzklasse- 40 %Energieersparnis gegenüber Kategorie A98Energieverbrauch Kühlschrank (in KWh/Jahr)211Energieverbrauch Gefrierschrank (in KWh/Jahr)
A+++Energieeffizienzklasse- 60 %Energieersparnis gegenüber Kategorie A71Energieverbrauch Kühlschrank (in KWh/Jahr)164Energieverbrauch Gefrierschrank (in KWh/Jahr)

Zusätzlich zur Wärmedämmung zeichnen sich moderne, energieeffiziente Kühl- und Gefriergeräte auch durch verbesserte Türdichtungen sowie modernste Kühlsysteme und Elektronikkomponenten aus, die alle auf einen Minimierung des Energieverbrauchs ausgerichtet sind. Wie Sie beim Kühlen und Gefrieren effizient Strom sparen können, finden Sie unter Energiesparen

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Kaum zu hören

Mit dem neuen EU-Energielabel müssen auch Geräuschemissionen von Kühlschränken und Gefrierschränken verpflichtend deklariert werden. Die Angabe erfolgt als Schallleistung in Dezibel dB(A) re 1 PW, die in einer kalibrierten Zelle direkt am Gerät ohne Entfernung gemessen wird und eine objektiv vergleichbare Größe darstellt – im Gegensatz zur „Lautstärke“, dem Schalldruck, der sehr subjektiv wahrgenommen wird.

Das Energielabel nimmt damit Rücksicht auf die neuen Wohntrends und Lebensgewohnheiten in modernen Haushalten. Küchen sind immer öfters als Wohnküchen gebaut, das heißt das Wohnzimmer und die Küche sind in einem offenen Grundriss miteinander verbunden. Wenn die Hausgeräte in Betrieb sind, wird dies akustisch eher wahrgenommen als in geschlossenen Küchen.

Moderne Kühlschränke und Gefrierschränke sind so leise, dass man sie kaum noch hört. Speziell gelagerte Kompressoren in Verbindung mit einer oftmals im Gerätesockel integrierten Kältetechnologie tragen dazu bei, dass die Geräte besonders leise sind. Die Geräuschemissionen rangieren von 33 bis 47 Dezibel, die meisten kühlen zwischen 35 db(A) bis 42 dB(A) leise. Zum Vergleich:

SchallquellenSchalldruckpegel in dB
Normale Wohnung, ruhige EckeSchallquellen130Schalldruckpegel in dB
SchmerzschwelleSchallquellen90Schalldruckpegel in dB
Rand einer Verkehrsstraße 5 mSchallquellen80Schalldruckpegel in dB
Staubsauger in 1 m EntfernungSchallquellen70Schalldruckpegel in dB
Normale Sprache in 1 m AbstandSchallquellen60Schalldruckpegel in dB
AutohupenSchallquellen50Schalldruckpegel in dB
Ruhige Bücherei, allgemeinSchallquellen40Schalldruckpegel in dB
Ruhiges Schlafzimmer bei NachtSchallquellen30Schalldruckpegel in dB
Flüstern, ruhiges ZimmerSchallquellen20Schalldruckpegel in dB
Blätterrascheln in der Ferne, normales AtmenSchallquellen10Schalldruckpegel in dB
HörschwelleSchallquellen0Schalldruckpegel in dB

Die Lautstärke ist eine subjektiv wahrgenommene Eigenschaft. Physikalisch unterscheidet man die „Schallleistung“ (Welche objektiv messbare Lautstärke gibt das Gerät ab?) vom „Schalldruck“ (also dem Schall, der beim Empfänger ankommt). Das menschliche Gehör wird mit wachsendem Schalldruck immer empfindlicher.

Welche Kühlgeräusche kann man noch hören?

Mögliche Geräuschquellen bei Kühl- und Gefrierschränken sind folgende:

  • Kompressor: Das Brummen kommt vom Motor, also dem Kompressor. Es kann kurzfristig etwas lauter werden, wenn sich der Motor einschaltet.
  • Kältemittel: Fließt durch die Rohre und kann Blubbern, Gurgeln oder Surren verursachen.
  • Thermostat: Klickt, wenn es den Motor ein- oder ausschaltet.
  • Luftströmung: Bei Mehrzonen oder No-Frost-Geräten kann ein leises Rauschen von der Zirkulation stammen
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Wo soll ich mein Kältegerät aufstellen?

Die Umgebungstemperatur spielt beim Energieverbrauch von Kühlgeräten eine wichtige Rolle. Je höher die Umgebungstemperatur ist, desto öfter muss das Gerät kühlen und desto mehr Strom wird verbraucht.

TIPP

Vermeiden Sie also unbedingt, dass Ihr Kühlgerät neben Wärmespendern steht, zum Beispiel neben dem Backofen, der Spülmaschine oder der Heizung!

Die Umgebungstemperatur ist genormt und wird in Klimazonen bzw. Klimaklassen eingeteilt. Die in Österreich üblichen Klimaklassen sind N (Normal) und SN (Sub-Normal). Die Temperaturzone der Klimaklasse N geht von +16° bis + 32° Celsius für normale Wohntemperatur, die der Klimaklasse SN von +10° bis + 32° Celsius für kühle Räume, zum Beispiel unbeheizte Keller.

Welche Bedeutung hat die Klimaklasse Ihres Kühlschranks oder Gefrierschranks auf den Gerätekauf?

Wollen Sie zum Beispiel Ihren Gefrierschrank in einen kühlen Keller stellen, fragen Sie den Verkäufer unbedingt nach einer Klimaklasse SN. Nur dann kann das Gerät effizient arbeiten. Die Temperatur darf gleichzeitig aber nicht zu niedrig sein (z.B. wenn es im Keller über längere Zeit kälter als 10 Grad ist oder gar im Winter draußen).

Steht das Gerät in einer zu kühlen Umgebung, kann paradoxerweise das Gefriergut auftauen und das Kältegerät beschädigt werden, da sich der Kompressor nicht mehr einschaltet! Geräte mit nur einer Temperaturzone und eigenständiger Temperaturregelung können auch bei niedrigeren Umgebungstemperaturen betrieben werden, z.B. konventionelle Gefriertruhen ohne zweite Temperaturzone.