Monday, 24. August 2009

Marmelade Einkochen – so geht’s simpler

 Früher war die Herstellung von Marmelade ein langwieriger Prozess – noch meine Großmutter stand stundenlang am Herd und rührte. Heute wird uns diese Arbeit von Gelierzucker abgenommen. Den gibt es in verschiedenen Verhältnissen. Ich bevorzuge das Verhältnis 1:3; d.h. ein Teil Zucker und drei Teile Fruchtmasse. Damit sind ungeputzte Früchte gemeint, ich verwende jedoch die entkernten und gesäuberten Früchte als Verhältnismaß. Dadurch ist der Fruchtgeschmack noch intensiver. An den Herd muss ich mich zwar trotzdem noch stellen, aber durch den Zucker und eine genaue Temperaturregelung ist das Einkochen kinderleicht und fast meditativ.

Ein paar Tipps für selbstgemachte Marmelade:
Reife Früchte verwenden. Die Fruchtsaison dauert meistens mehrere Wochen – die letzte Ernte der Saison ist am besten für Marmelade geeignet. Dabei nimmt man die Früchte, die selbst von Bäumen und Sträuchern gefallen sind. Das bedeutet, dass sie besonders reif sind. Aber aufpassen bei faulen Stellen! Die müssen entfernt werden, sonst wird die Marmelade schnell schlecht.
- Wenn Alkohol enthalten ist: Den Rum nicht erst in das gefüllte Glas geben, das kann zu unerwünschten Verfärbungen führen. Am besten schon in die Fruchtmasse einrühren.
- Traditionellerweise wäscht man Marmeladegläser zum Sterilisieren mit heißem Wasser aus. Effektiver geht das im Backofen: Einfach die Gläser 5 Minuten lang ohne Wasser bei 120°C in den Backofen stellen. Das hat die gleiche Wirkung und spart Zeit. Außerdem kann man die Ränder mit 80-prozentigem Rum abwischen. Das reduziert die Schimmelgefahr.
- Wer einen Dampfgarer hat kann damit ganz leicht Marmelade einkochen. Tipps und Rezepte gibt’s unter http://webs.4steps2web.net/cooklikeharner/main6.htm.

 

Bericht: feelia

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