Monday, 20. July 2009
Mit dem Marillenkirtag am Wochenende in Spitz in der Wachau hat die Marillensaison auch offiziell begonnen. Zeit für eines meiner Leibgerichte. Das ist – richtig – Marillenknödel. Klassischerweise mit Kartoffelteig, schön flauschig und mit einer zarten Nuss-Brösel-Hülle. So schmecken sie mir am besten. Meine größte Angst dabei ist jedoch immer, dass die Knödel zerfallen. Statt einem schönen Knödel hat man dann nur noch Brei am Teller. Und der schmeckt auch noch leicht wässrig. Andererseits dürfen die Knödel aber auch nicht zu fest sein. Schließlich will ich damit ja niemanden erschlagen. Und genau dieses Augenmaß oder Feingefühl, das alle Omas noch hatten, das fehlt mir. Gott sei Dank habe ich eine Alternative entdeckt, wie Marillenknödel noch besser schmecken und garantiert nicht zerfallen. Das Zauberwort heißt Dampfgarer. Damit schmecken erstens die Marillenknödel besser und zweitens bleiben sie garantiert in Form. Und hier mein Geheimrezept – noch Original aus dem Kochbuch meiner Oma (aus dem Jahr 1936).
1 kg mehlige Kartoffeln
½ kg Mehl (davon 10 dag Maizena)
2 Eier
2 Eidotter
1 Prise Salz
Marillen
Für die Nussbröseln: Butter, Haselnüsse, Semmelbrösel, Staubzucker
Die Kartoffeln mit Schale im Dampfgarer garen. Schälen, kurz ausdampfen lassen und noch heiß durch eine Kartoffelpresse drücken. Wer keine Presse hat, kann auch eine normale Küchenreibe nehmen. Die Prise Salz hinzufügen, mit Eiern und Mehl zu einem elastischen Teig verarbeiten. Die Marillen waschen, entsteinen. Wer es besonders süß mag, kann statt dem Kern ein Stück Kandis- oder Würfelzucker hineingeben. Den Teig zu einer Rolle formen, ca. 1-2 cm dicke Scheiben abschneiden und mit den Marillen füllen. In einen gelochten Dampfbehälter legen und im Dampfgarer bei 100°C ca. 20 Minuten garen. In der Zwischenzeit in einer großen Pfanne Butter zerlassen, Haselnüsse und Semmelbrösel anrösten und Staubzucker dazugeben. Die Knödel heiß in den Nussbröseln wälzen und servieren. Mahlzeit.
Bericht:
feelia