Saturday, 19. April 2008

Unter Dampf - Was bringt's?

herd Immer mehr Menschen schwärmen vom Dampfgaren. Vitamine, Mineralstoffe und Geschmack bleiben erhalten. Dazu gibt es verschiedene Studien (Artikel: Umwelt und Gesundheit - Tipps zum Thema 'Nahrung')

Und wie sieht es in der Praxis aus? Was ist praktischer? Ich habe Dampfgarer gegen Kochplatte getestet.

  1. Kartoffeln
    Die Kochvariante kennt eh jeder. Kartoffeln waschen, schälen, vierteln, in einen Topf mit Wasser geben, salzen, Wasser aufkochen lassen und dann je nach Größe rund 20 Minuten kochen. Beim Garen funktioniert es ähnlich. Wasser in den Wasserbehälter füllen. Kartoffeln geschält und geviertelt in einen gelochten Garbehälter geben, Einstellung Garen Gemüse 100°C wählen und etwa 20 Minuten garen. Beim Geschmack hat mich der Dampfgarer überrascht. Die Kartoffeln schmeckten wesentlich intensiver. Ich benötigte viel weniger Salz.
  2. Fisch
    Bei gedämpftem Fisch war ich skeptisch. Andererseits – Wolfsbarsch in Alufolie ist ja was Feines. Deshalb habe ich dieses Rezept genommen. Schließlich wollte ich nicht nur testen, sondern auch was Gutes genießen. Wolfsbarsch innen gut waschen. Mit Salz und Pfeffer würzen, mit Fenchel, Oliven und Cocktailtomaten füllen. In Alufolie einpacken und im Backrohr bei 220°C rund 20 Minuten garen. Im Dampfgarer benötigt der Wolfsbarsch natürlich keine Alufolie. Einstellung Garen Fisch 100°C. In 15 - 20°C ist der Fisch fertig. Das Aroma ist genauso gut, wenn nicht besser als in der Alufolie.
  3. Die Meisterprüfung: ein ganzes Menü auf einmal.
    Wer Gemüse, Fleisch, Reis und so weiter kochen möchte, benötigt ganz schön viele Töpfe. Beim Dampfgarer ist es möglich, alles in einem Gerät zu garen. Einfach die unterschiedlichen Speisen in unterschiedliche Garbehälter geben, würzen und entsprechend ihrer Garzeit in den Dampfgarer schieben. Durch den Wasserdampf gibt es keine Geschmacksübertragung!!

Mein Fazit: Dampfgaren ist wirklich toll. Die Gerichte schmecken einfach viel besser. Und ich brauche kein Fett. Außerdem ist Dampfgaren sehr praktisch. Ich kann mehrere Gänge gemeinsam garen, Dazu muss ich nur die Garzeit beachten und die Garbehälter in der richtigen zeitlichen Reihenfolge in den Garer hineinschieben. Alle Teile können im Geschirrspüler gewaschen werden. Und die Restfeuchtigkeit im Garraum muss man nur mit einem Wettex aufsaugen und auswischen. Dauert maximal eine Minute. Was Dampfgaren allerdings nicht kann, ist anbraten. Fleisch und Fisch bleibt hell – gegart eben.

Tipp: Dampfgarer gibt es heute in allen Größen - vom Einsteigermodell bis zum Profigerät. Besonders praktisch finde ich Modelle, die einen externen Wasserbehälter und einen großen Garraum haben. Da hat man viel Platz. Am besten Sie lassen sich bei einem Fachhändler beraten.

Noch ein paar Erfahrungsberichte von Dampfgarern:
http://www.ciao.de/Miele_DG_4050__Test_8307129
http://www.ciao.de/Neff_Mega_8722_N__Test_3183799

Und hier die Firmen dazu: AEG, Bauknecht, Bosch, Electrolux Juno Zanussi, Elektra Bregenz, Gorenje, Miele, Neff, Siemens und Whirlpool.

Bericht: feelia

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